Donnerstag, 13. April 2017

Ein schwarzes Feuer (Dalans Prophezeiung #2) von Sarah Marie Keller

Buchvogel rezensiert 

Sarah Marie Keller: Ein schwarzes Feuer (Dalans Prophezeiung, Buch 2)


Elara unterwirft dank ihrem Todesengel in kurzer Zeit zahlreiche Reiche. Gairan, Uruk, Taya und Noa versuchen, jeder mit seinen Mitteln, Elara zu stoppen.

Daniela neben dem Cover des Buchs - Ein Ritter mit Schwert
Buchvogel-Bloggerin und tapferer Ritter

Roman, 284 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform,
Erstausgabe Juni 2014
Genre: Fantasy
ASIN: B00L40R9NG
ISBN: 978-1500174026
hier das Buch bei Amazon
Band 1 (ein dunkler Funke)
Band 3 (eine weiße Glut) 
mein Interview mit der Autorin 

Woher: Gekauft, weil Band 1 (ein dunkler Funke) sehr gefallen hat

So fängt es an

Prinzessin Elara befand sich im sonnenerfüllten Morgensalon von Königin Lyndira. Ein Elfensklave war gerade dabei, die letzten Reste eines ausgedehnten Frühstücks abzuräumen.

Zusammenfassung

Die größenwahnsinnige Gebieterin von Xendor, Elara, hat das Königreich Minaskai erobert und den Paladin Kelrik Dalaros mit Hilfe einer Sklavenkrone gefügig gemacht. Als der Orden der Schenra-Vey dann den dritten Todesengel ausgegraben und funktionstüchtig gemacht hat, gibt es für Elara kein Halten mehr. Ihr Ziel: Die ganze Welt erobern.

Währenddessen sind Taya und Noa zu Noas Geburtstadt aufgebrochen. Noa will tun, was nötig ist, um Elara aufzuhalten. Und wenn das bedeutet, seine Seele zu verlieren.
Auch Gairan und Uruk wollen Elara aufhalten und schließen sich den Truppen an, die gegen Elara in den Kampf ziehen wollen. Gairan voller Überzeugung, wollte er doch schon immer eine Sturmklinge werden. Uruk, weil er seinen besten Freund nicht allein wissen will.

Die Autorin erzählt, wie die Protagonisten den Mut aufbringen, nach ihren Überzeugungen zu handeln und ihren Weg zu gehen. Daneben wirft sie die Frage auf, ob wir durch unsere Handlungen unser Schicksal verändern können. Die Protagonisten wachsen an diesen Herausforderungen.




Persönlicher Eindruck

Die Handlung knüpft nahtlos an den ersten Teil an. Lose Fäden werden verknüpft, einiges klärt sich; wir erfahren mehr über die Protagonisten und die Gegenspieler, und auch über die geheimnisvollen Schenra-Vey.

Die Grausamkeiten im Kriegsgeschehen häufen sich, auf der anderen Seite bringen die Umstände auch Tapferkeit mit sich. Unsere Protagonisten stellen sich dem Dunkel entgegen, so gut sie es eben vermögen. Auch der etwas feige Uruk wächst über sich hinaus.

Uruk ist einer meiner Lieblingscharaktere im Buch. Für einen Ork ist er etwas aus der Art geschlagen, zu gelehrt und Gewalt gegenüber nicht zugeneigt. Mir muss an den Stellen, an denen er schreit oder weint, immer schmunzeln, weil er dabei klingt wie ein kleines Ferkel. Sein Aussehen (Schweinehauer, stämmig, etc) paßt so gar nicht zu seinem eher zarten Inneren.

Auch das Innenleben von Noa, seine Motivation, aus seiner Geburtstadt wegzugehen und nun wiederzukommen, wird gut erläutert. Der Orden der Schenra-Vey wirkt dabei durch seine Isolation und seinen verqueren Glauben wie eine Sekte. Noa ist von ihm geprägt und möchte ihn doch hinter sich lassen, nur ob er das auch kann, das steht noch nicht fest. Die Schenra-Vey sind durch ihren starren Glauben unsympathisch, weil sie ihn über ihre eigenen Kinder und das Wohl und Wehe ganzer Völker stellen.

Elara ist eine fesselnde Person. Aus einer Laune heraus befiehlt sie Tod und Vernichtung. Dann erfreut sie sich wieder an Schmetterlingen oder ist traurig, weil sie keine Beine hat. Oder erfreut, weil sie so schöne Kleider und Tötungsmaschinen besitzt. Elara erweckt fast schon Mitleid. Das die Autorin uns so nahe an die Gegenspielerin heranführt und beide Seiten zeigt, rundet die Geschichte ab.


Der Roman fokussiert abwechselnd auf die 4 Hauptcharaktere Gairan, Uruk, Taya und Noa sowie die Gegenspielerin Elara; auch auf einige Nebencharaktere wie Kelrik oder Dalan, den Berater Elaras und Bruder Noas.

Die Sprache ist flüssig zu lesen, die Autorin schwafelt weder noch geht sie zu schnell über Details hinweg. Das Tempo der Erzählung ist gerade richtig. Die Struktur der Geschichte ist logisch aufgebaut, die Spannung wird hoch gehalten.

Lesen oder nicht?

Ganz einfach: Wem der erste Band gefallen hat, der sollte auch weiterlesen. Und mit der Trilogie anfangen, ist kein Fehler: Es geht neben dem Fantasy-Teil auch ums Reifen, ums Wachsen an Herausforderungen und wie wir mit unserem Schicksal umgehen.


3 Zitate

Ich werde niemals ein normales Leben führen können! Die Magie wird mich immer brandmarken!
„Ich will nicht allein sein“, brachte sie hervor und Verzweiflung erstickte fast ihre Worte. Sie sah Noa an. Er wischte ihre Tränen fort.
„Verstehst du es denn immer noch nicht?“, fragte ihr Mentor. „Ich bin bei dir. Garian ist bei dir. Und Uruk. Und es werden noch andere hinzukommen, die dich nicht nur als Magierin wahrnehmen, sondern als Taya Maru, als die Person, die du wirklich bist.“ Langsam ließ Noa ihren Arm los. „Willst du wirklich wie alle anderen sein, Taya? Willst du dein ganzes Leben damit verbringen, es anderen recht zu machen? Darauf angewiesen sein, was die anderen von dir denken? Willst du austauschbar sein? [Pos. 396]

Die Schenra-Vey hatten ganze Arbeit geleistet, als sie die Sklavenkrone anpassten. Aus Kelrik Daralos war wirklich ein Xendorier geworden. Und das war es, was Dagul erschreckte: Es war so einfach gewesen, den Willen dieses starken Mannes zu brechen, sein altes Leben zu einer Lüge zu erklären und ihm neue Erinnerungen zu geben. So einfach, dass Dagul nach wie vor Mitleid mit diesem großen Kämpfer empfand.
Andererseits war er auch nur ein Werkzeug im Plan des Ordens. Und außerdem war diese Existenz dem Tod im Kerker vorzuziehen.
Ist sie das wirklich?, musste sich Dagul fragen. Wir haben ihm seine Identität genommen, all seine Erinnerungen, und ihn zu dem gemacht, was er am meisten verachtet. Wenn er die Wahl hätte, wofür würde er sich entscheiden: so weiterzuleben – oder zu sterben?
Aber er glaubte, die Antwort zu kennen. [Pos. 517]

Nun nahm Melvils bärtiges Gesicht einen drängenden Ausdruck an. „Mein Sohn, sie muss ausgebildet werden. Sie braucht einen Mentor!“
„Den hat sie bereits“, antwortete Noa. „Mich.“
„Aber du selbst hast deine Ausbildung erst vor wenigen Jahren beendet. Und es gibt so vieles, das du nicht über die Wege der Magie weißt, Noa.“  [Zufallszitat, Pos. 2860]


Ich freue mich über eure Kommentare! Glaubt ihr an Schicksal? An Tapferkeit angesichts des unabwendbaren?

Kommentare:

  1. Guten Morgen

    Das klingt nach einen sehr spannenden Buch, ich kannte es bis jetzt noch nicht aber das wäre echt mein Fall :)

    Super schöner und interessanter Beitrag :) Danke schön für den Buch Tipp

    AntwortenLöschen
  2. Sehr schöne Rezi und sehr interessantes Buch. Ich lasse schonmal frohe Ostergrüße hier bei dir <3

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Daniela

    Man merkt, dass dir das Buch sehr gut gefallen hat. Wunderschöne Rezi von dir. Sie macht neugierig.

    Liebe Grüße, Gisela

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über eure Kommentare.
Um einen Link einzufügen, z.B. zu eurem Blog, müsst ihr folgendes im Textfeld schreiben:
<a href="http://deine_blog_adresse.de"> Blog-Name </a>

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...