Sonntag, 5. März 2017

Star Trek The Next Generation 12: Jagd von John Jackson Miller

Buchvogel rezensiert 

John Jackson Miller: Star Trek The Next Generation 12: Jagd

Zahlreiche Angriffe auf Kommunikationsstationen stürzen den Alpha-Quadranten ins Chaos. Renegadenschiffe der Ferengi, Gorn, Föderation, Romulaner und anderer greifen sowohl die eigenen Stationen als auch die der anderen an - es ist kein Muster erkennbar. Wer ist der tatsächliche Gegner?

Buchbloggerin, halb verdeckt von der Kindle-Version des Romans
War sich lange unsicher, ob
es "Jago" oder "Jagd" heißt:
die Buchvogel-Bloggerin

Star-Trek-Roman, 380 Seiten

Woher
Serienabo!

Zusammenfassung

Je vier Mitglieder des Khitomer-Abkommens und vier Mitglieder des Thypon-Paktes erhalten eine Einladung zu einer Friedenskonferenz in einer seltsamen, fernen Raumstation. Wir begleiten Admiral Riker zu der Konferenz, die Beschreibung des Treffens endet abrupt.


Riker übernimmt die Aventine von Cpt. Dax, da er auf dem Treffen geheime Informationen bezüglich einer Gefahr für die Föderation bekommen haben will. Die Gefahr gehe von einem  Kommunikationsrelais der Kinshaya aus. Die Aventine zerstört das Relais - ohne Todesopfer. Doch danach soll die Aventine ein Kommunikationsmodul der Ferengi zerstören. Cpt. Dax weigert sich. Riker scheint es hinzunehmen und zieht sich in sein Büro auf dem Holodeck zurück. Auf einmal macht sich die Aventine selbstständig und zerstört die Ferengi-Kommunikationsstation. Riker befiehlt, zum nächstgelegenen Schiff des Ingenieurskorps zu fliegen. Praktischerweise ist daneben ein Kommunikationsmodul der Föderation - und die Aventine beginnt, auch dieses zu zerstören. Dax und ihre Führungsoffiziere versuchen, wieder Herr über ihr Schiff zu werden.
Wir folgen auch Bretorius - eigentlich ein farbloser und unfähiger Senator; der nach dem Treffen auf der Raumstation plötzlich über eine bisher ungezeigte Zielstrebigkeit, Aggression und Kompetenz verfügt, und der ebenfalls Stationen angreift.
In der Zwischenzeit häufen sich Berichte über Angriffe auf Kommunikationsstationen. Die Kommunikation im ganzen Quadranten ist erheblich gestört. Das Flottenoberkommande schickt die Enterprise los, um die Angriffe zu untersuchen. Sie wird Augenzeuge, wie die Aventine auf das Kommunikationsmodul feuert und nimmt die Verfolgung auf. Ist Riker noch er selbst oder wurde er von einer fremden Macht übernommen?


Persönlicher Eindruck

Im ersten Drittel vermochte mich das Buch nicht zu fesseln. Als Leser vermutet man schon ziemlich früh, dass irgendetwas an Riker komisch ist. Man bekommt auch als Leser nur das von ihm erzählt, was auch die Führungskräfte der Aventine sehen und hören. Dadurch bleibt er seltsam distanziert; und diese Distanz hat sich für mich auch auf die Story übertragen.

Erst als die Enterprise unter Picard den Auftrag bekommt, die vielen Angriffe auf Kommunikationsrelais zu untersuchen und sie beginnen, Riker auf der Aventine zu verfolgen, wird es spannend. Ich habe mitgerätselt, was wohl der Grund für die Angriffe ist und warum Riker und auch sein romulanischer Gegenpart Bretorius, dessen Taten wir auch mitverfolgen, sich so seltsam benehmen.

Positiv auch, dass hier der "Gegner" auch wieder ein alter Bekannter ist, den wir aus der Fernsehserie kennen. Nennen will ich ihn jetzt nicht - lasst euch überraschen. Als ich wusste, wer die Offiziere so verwandelt hat, hat das das Lesevergnügen enorm gesteigert.

Also - dieses Buch hat lahm angefangen, aber dann deutlich an Spannung gewonnen! 

3 Zitate

Kurze Zeit später stand Riker im Turbolift. Es gelang ihm, nicht erneut einzunicken – aber er hätte ohnehin nicht viel Zeit zum Schlafen gehabt. Die Türen waren kaum halb aufgeglitten, als bereits eine vulkanische Stimme in zackigem Tonfall »Admiral auf der Brücke!« erklärte. »Sie würden einen formidablen Wecker abgeben, Tuvok.« Riker blickte zur taktischen Station hinüber, doch der dunkelhäutige Vulkanier antwortete nicht auf den Scherz. Tuvok bedachte ihn bloß mit einem knappen Nicken, dann wandte er sich wieder seiner Konsole zu. [Zufallszitat, Pos. 97]

Bowers murmelte irgendetwas und schüttelte verständnislos den Kopf. Dann öffnete er eine der Kisten, anscheinend um nachzuschauen, ob sich darin etwas Brauchbares befand. Dax sah zu, wie er ins Innere starrte. »Haben Sie etwas gefunden?« »Bootsmannpfeifen«, erwiderte Bowers und hob zwei Handvoll der kleinen Musikinstrumente in die Luft. »Mindestens zweihundert Stück. Offenbar hatte der Replikator seinen musikalischen Tag.« Die drei Frauen brachen in Gelächter aus. »Hey«, rief Leishman, »wenigstens haben wir jetzt eine Kommunikationsmethode, die unabhängig von den Schiffssystemen funktioniert.« [Pos. 2545]

Die Terraner kannten einen mythischen Helden namens Prometheus, der nach der Weisheit der Götter gestrebt hatte und dem dadurch nur Mühsal zuteilgeworden war. Mit dieser Figur im Hinterkopf hatte ein irdischer Staatsmann, der sich zum Poeten berufen fühlte, geschrieben, dass zu viel Wissen nur Leid erzeugen würde. Typisch menschliche Antwort, dachte Bretorius. Als Volk waren die Menschen stets zögerlich, die Gelegenheiten zu ergreifen, die sich ihnen boten. In gleicher Weise versteckten sie sich hinter ihrer Obersten Direktive, um das Auftreten und die Verpflichtungen einer Königsherrschaft zu vermeiden. Romulaner waren anders. [Pos. 4604]



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