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Montag, 22. Februar 2021

Der Junge, der den Wind einfing von William Kamkwamba und Bryan Mealer

William Kamkwamba ist 1987 geboren. Mit seinem Windrad, das er als 14-jähriger baute, wurde er weltberühmt und sprach sogar in einer TED-Konferenz. Dieses Buch ist die Geschichte von William und seinem Windrad, geschrieben von William selbst zusammen mit Bryan Mealer.

 


William wohnt in Malawi in dem kleinen Ort Wimbe. Sein Vater ist Mais- und Tabakfarmer. William geht zur Grundschule, was beileibe nicht für alle Kinder in Malawi möglich ist. Doch William hat einen großen Wissendrang. 

William nimmt uns mit in einen afrikanischen (malawischen) Alltag. Ein einschneidendes Erlebnis ist die große Hungersnot, die Anfang der Nullerjahre über das Land zog. William und seine Familie haben zwar überlebt, aber die Reserven der Familie waren aufgebraucht und sie konnte das Schulgeld für ihn nicht mehr aufbringen. Doch der Junge bildet sich selbst weiter, indem er die örtliche Bibliothek besucht und sich durch die Regale liest. Sein großes Interesse gilt der Elektrotechnik und schließlich baut er selbst ein Windrad. 

Mit elektrischem Strom, so denkt er sich, kann er das Leben seiner Familie und des Dorfes verbessern. Sie müssten nicht mehr ins Bett gehen, wenn es dunkel ist, sondern noch aufbleiben und lesen. Sie könnten eine Wasserpumpe betreiben und zweimal im Jahr ernten. Die anderen im Dorf denken, dass der Junge, der seine Teile auf dem Schrottplatz zusammensucht, verrückt geworden ist. Doch sein Vater unterstützt ihn.

Sonntag, 7. Juni 2020

[Rezension] On the move: Mein Leben von Oliver Sacks

 Autobiographien sind eines meiner Lieblingsgenres. Ich mag es, authentische Lebensgeschichten mit der eigenen biographischen Stimme erzählt zu bekommen. Noch größer ist der Genuß, wenn ein Autor erzählt.
Oliver Sacks ist on the move
Oliver Sacks - der schreibende Arzt, immer in Bewegung.

Oliver Sacks war Schriftsteller und Neurologe. Bekannt wurde er mit Fallgeschichten wie "Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte". 2015 legte Sacks seine Autobiographie vor.

Er beschreibt, wie er zur Medizin kam, wie er als junger Mann in die USA auswanderte, von den Anfängen als Arzt und als Schriftsteller, von seinen Motorradfahrten, seinem Hobby Bobybuilding, seinen Drogenexperimenten und Reisen und von den Menschen und Patienten, die er kennengelernt hat. Er erzählt auch persönlich von seiner Homosexualität, den Beziehungen, die er führte (oder eher nicht führte) und von seiner Familie. Das alles ergibt eine wunderbare, sehr individuelle Mischung namens Oliver Sacks.

Montag, 30. Dezember 2019

[Vorstellung] 3 Werke von Günter Kunert

Erwachsenenspiele - Aus meinem Schattenreich - Erinnerung an einen Planeten

drei Bücher von Günter Kunert
Werke von Kunert


In der Schule haben wir ein Gedicht von Günter Kunert gelernt (Wie ich ein Fisch wurde - "Am 27. Mai um drei Uhr, hoben sich aus ihren Betten die Flüsse der Erde...") und es gehört zu meinen absoluten Lieblingsgedichten. Dennoch hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, wer denn dieser Günter Kunert überhaupt ist. Ein Dichter, klar, aber dass da auch ein Mensch dahintersteckt, das hatte ich mir nicht überlegt. Und so traf es mich auch, als ich dieses Jahr hörte, dass Günter Kunert gestorben ist. Deshalb wollte ich mich ein wenig mit ihm und seinen Werken auseinandersetzen und kaufte seine Biographie sowie zwei Gedichtbände, ein recht frühes von 1963 und ein Spätwerk aus dem Jahr 2018.


Sonntag, 18. August 2019

[Rezension] Der Mann, der auf Bäume klettert: Einblicke in einen verborgenen Kosmos zwischen Himmel und Erde von James Aldred



James Aldred ist ein echter Naturbursche. Seit seiner Jugend klettert er gerne auf Bäume und hat das zu seinem Beruf gemacht. Als Kameramann oder Produktionsassistent bereitet er Klettertouren vor oder klettert selber.
In seinem Buch, das Abenteuerbuch und Naturmemoire in einem ist, gibt er Einblicke in einen verborgenen grünen Kosmos, der in dieser Art noch nie zuvor beschrieben wurde.

das Buch vor einem Ficus
Der Autor berichtet faszinierendes, ich wäre am Liebsten mitgeklettert. Er berichtet, wie er mit David Attenbourough drehte, wie er ein Harpyien-Küken aus nächster Nähe sah. Wie er mit den Korowai auf Papua ein Baumhaus in einem Eisenholzbaum baute. Er erzählt von den Expeditionen in den Regenwald von Borneo und wie er dort Flügelfruchtbaum und Mengarisbaum bestieg. Wie er gestochen und gepiekst wurde von Ameisen, Insekten und wilden Bienen; die ihm bei einem konzertierten Angriff sogar in die Nasenlöcher und Ohren krochen ... autsch

In der Büchermitte sind einige Farbfotos, die ausgewählte Expeditionen verdeutlichen und zu Beginn jedes Kapitel gibt es zumindest ein Schwarz-Weiß-Foto vom Baum.

Der Autor berichtet auch von der Friedlichkeit der Welt und wie er seine Seelenruhe beim Baumklettern findet. Das glaube ich ihm sofort.

Montag, 29. Juli 2019

[Rezension] Anne Frank - Tagebuch

Anne Franks Tagebuch,
Buch und Blog

Das Tagebuch der Anne Frank ist ein sehr bekanntes Buch, das ich dennoch nie gelesen hatte. Aber diesen Monat hatte ich mir drei Bücher ausgesucht #GegendasVergessen: Das Verschwinden des Josef Mengele als Hörbuch, Die vollständige Maus als Graphic Novel/Comic und eben das Tagebuch von Anne Frank als Printausgabe.

Meine Ausgabe ist vom Anne Frank Fonds autorisiert. Sie enthält die ursprüngliche Fassung von Anne Frank sowie die Änderungen und Zusätze, die sie später hinzugefügt hat. Die erste Ausgabe, die nach dem Krieg ihr Vater herausgab, war gekürzt. Zum einen hatte er sich an bestimmte Längenvorgaben zu halten, dann hat er auch aus Pietät bestimmte Dinge gekürzt, z.B. über Sexualität oder die Kritiken an Annes Mutter.

So ein Buch zu bewerten, finde ich nicht leicht. Klar ist, dass hier nicht nur der reine Text für sich stehen darf, sondern auch sein geschichtlicher Kontext. In Das Verschwinden des Josef Mengele ergab sich bspw. ein interessanter Querverweis. Dort hieß es, dass das Interesse an den Verbrechen der Nazis und seine Verurteilung mit der Veröffentlichung des Tagebuchs der Anne Frank begann!

Erstmals wurden die Deutschen der Nachkriegszeit hautnah mit einem Mädchen konfrontiert, dass klug war, liebenswert, aber auch trotzig, anstrengend - ein echter Teenager eben; ein Mädchen eben und kein abstraktes Opfer der Nazis. Anne Frank hätte jede von uns sein können.

Samstag, 22. Juni 2019

[Rezension] Der Zahlendieb: Mein Leben mit Zwangsstörungen von Oliver Sechting

Zahlendieb

Oliver Sechting ist Sozialpädagoge, etwas über 40 Jahre alt, in Göttingen aufgewachsen und seit gut zehn Jahren der Lebensgefährte von Rosa von Praunheim. In seiner Autobiografie erzählt er von sich und seinen Zwängen. Wie alles in der Kindheit begann; eine gutbürgerliche Kindheit in der die Farben Beige und Grün vorherrschten. Das Fugentreten war der harmlose Einstieg in eine Zwangskarriere. Eventuell haben der frühe Verlust des Vaters und seine Homosexualität und die damit verbundene Geheimhaltung damit zu tun oder sie begünstigt.

Zitat: Die Erkenntnis, dass die Zwänge kein Defizit, sondern eine Erkrankung darstellen und helfen, verschiedene Ängste zu regulieren, entlastet den Autor. Er sucht sich professionelle Hilfe, erlebt ein erfolgreiches Coming-out und entwickelt Bewältigungsstrategien, um trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben anzustreben. Das Buch entstand unter Mitarbeit von Karen-Susan Fessel. (Klappentext)

Persönlicher Eindruck


Diese Autobiografie, die man so gut auch mit dem Titel "Mein Zwang und ich" überschreiben kann, hat mich gefesselt, entsetzt, bewegt und mir Mut gegeben. Oliver Sechting ist seit seiner Kindheit von Zwängen eingeengt. Denn das ist diese Erkrankung, sie engt ein und führt zu Leidungsdruck. Oliver Sechting leidet an Gedankenzwängen und zwar genauer gesagt unter magischen Gedanken. Das heißt, dass er gedankliche oder konkrete Rituale durchführen muss, um negative Assoziationen zu neutralisieren. So steht die Zahl 58 für etwas negatives. Wenn er ihr begegnet, sie z.B. irgendwo sieht, dann muss er die Zahl 7 dagegenhalten, sie ebenfalls sehen, aussprechen oder aufmalen.

Mittwoch, 29. Mai 2019

[Rezension] ICH ist manchmal ein anderer: Mein Leben mit Schizophrenie von Cordt Winkler

ICH ist ein anderer

Cordt Winkler war Anfang zwanzig, als die Diagnose sein Leben auf den Kopf stellte: paranoide Schizophrenie. Symptome, die er in frühen Kindertagen schon bei seinem Vater beobachtet hatte, entdeckte er nun plötzlich auch an sich selbst: Das unkontrollierbare Abgleiten von Denken und Wahrnehmung, Panikanfälle, Verfolgungswahn, Ohnmacht, freier Fall. Klinikaufenthalte. Ehrlich und mitreißend lakonisch schildert er die Dynamik der psychotischen Krise und führt den Leser tief hinein in seine, von außen betrachtet, phasenweise verrückte Innenwelt. Ein Martyrium für die Betroffenen, ein Rätsel für Angehörige und Freunde und immer noch ein gesellschaftliches Tabu. Cordt Winkler zeigt, dass es möglich ist, mit der Krankheit zu leben. Gut sogar. [Klappentext]

Persönlicher Eindruck


Dieses Buch hat mich sehr interessiert, weil ich bisher nichts über die Krankheit Schizophrenie wusste. Jedenfalls nichts handfestes. Ich kenne zwei Personen, bei denen Angehörige an Schizophrenie erkrankten, aber keine Medikamente nahmen und das zerstörte dann die Familie. Ich habe diese Menschen aber nicht persönlich gekannt, sondern nur über die (verbitterten) Berichte.

Nun also wollte ich eine Stimme eines persönlich Betroffenen "hören", bzw. lesen. Um so zu erfahren und zu verstehen, was sich hinter Schizophrenie verbirgt. Und dieses Ziel wurde voll erfüllt.


Freitag, 10. Mai 2019

[Rezension] Der Junge muss an die frische Luft von Hape Kerkeling

Hape

In unnachahmlicher Weise berichtet Hape Kerkeling von seiner Kindheit im Ruhrpott; von der buckligen Verwandtschaft, den Depressionen und dem Freitot seiner Mutter, von Freunden, Humor und Gott.

Persönlicher Eindruck


Ich bin von Hapes Kindheitserinnerungen wirklich begeistert, bewegt, tief berührt. Es ist ein liebevoller Blick zurück auf den kleinen Hans-Peter, den der erwachsene Hape da wirft. Ich litt mit, ich lachte mit, ich saß mit am Küchentisch... Auch Tage nach Beenden dieses Hörbuchs ist mir alles noch präsent.

Es ist ungeheuer mutig, wie Hape hier Themen wie die Depressionen und den Suizid seiner Mutter aufgreift und darüber spricht. Wie ihm als kleiner Junge das Schlimmste passiert ist, das einem Kind passieren konnte, und wie er das heil überstanden hat. Ich denke, dass er hier vielen Betroffenen Mut macht, durch diese Ehrlichkeit. Seine Großeltern, speziell die von ihm verehrte Oma Berta, haben einen entscheidenen Anteil. Solche bedingungslose Hingabe und Liebe, wie es seine Großeltern gezeigt haben, ist herzenswärmend. Und ein großes Vorbild. Die Szene ziemlich am Ende des Buches ist der Knaller, als seine Großmutter am Kaffeetisch zur versammelten Familie sagt, man soll sich schon jetzt damit abfinden, dass der 14-jährige Hans-Peter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit "Junggeselle" bleiben wird und man soll ihn nicht nerven mit Fragen, ob er "eine kleine Freundin" habe. Was für großartige Großeltern, die begreifen oder ahnen, das ihr Zögling schwul ist und ihn daraufhin so eindeutig versichern, dass es für sie kein Problem ist.

Generell mochte ich seine bunte, lärmende Verwandtschaft sehr. Speziell zu seinen beiden Großmüttern hat er ein enges Verhältnis und begreift sich selber als Mischung aus seiner sehr extrovertierten Großmutter Änne und seiner liebevollen und anpackenden Großmutter Berta. Er ist ernsthaft, gläubig, pragmatisch, unangepaßt, humorvoll, willensstark und etwas dominant.

Auch über sein Verhältnis zu Gott, das ja ein sehr persönliches ist, berichtet Hape, oft auch zwischen den Zeilen. Seine spirituelle und freundliche Ader kommt hier gut zum Vorschein. Und es wird deutlich, dass sich sein Humor nicht mit seiner Spiritualität ausschließt. Humor, die Menschen zum Lachen zu bringen, das begreift Hape als seine Mission. Menschen, die vielleicht am Ende ihrer Kräfte sind, die viel zu schultern haben, ein wenig Unterstützung zu geben - Humor ist die beste Medizin. Das hat mich tief bewegt und gerührt.

Hape selbst hat sein Buch gelesen und ich habe ihm gebannt gelauscht. Er setzt die Betonungen so, wie sie ihm richtig erscheinen. Die Dialekteinschübe und die Zitate seiner Figuren wie Horst Schlämmer sitzen natürlich und sind eine Freude, zuzuhören. Auch fand ich ergreifend beim Hören, wie seine Stimme - je nach Stelle im Buch und der Stimmung - tiefer oder höher, ernster oder lustiger klang.




Lesen oder nicht?


Lesen, einfach nur lesen, bzw. am Besten hören! ⭐⭐⭐⭐⭐



Bibliographische Daten

Titel: Der Junge muss an die frische Luft
Untertitel: Meine Kindheit und ich
Autor: Hape Kerkeling
Sprache: Deutsch

Ausgabe: Hörbuch
Ungekürzte Ausgabe, gelesen vom Autor
Dauer: 7' 45''
Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH
Erscheinungsdatum: Oktober 2014


Schaut's hier: Amazon, Affiliate Link 

Donnerstag, 2. Mai 2019

[Rezension] Becoming - Meine Geschichte von Michelle Obama

Hörbuchausgabe von Becoming

Die Autobiographie von Michelle Obama. Von ihrer Kindheit in einer Arbeiterfamilie mit schwerbehinderten Vater in Chigaco, über ihr Studium und ihre Zeit als Anwältin, das Kennenlernen von Obama, ihre Ehe und die Gründung ihrer Familie bis hin zu ihrer Zeit als First Lady: Michelle berichtet warmherzig, reflektiert und ehrlich.

Persönlicher Eindruck


Von Michelle Obamas Biographie bin ich tief beeindruckt. Mit welcher Ehrlichkeit und Empathie sie hier aus ihrem Leben erzählt, ungeschönt von ihren Schwächen aber auch bescheiden von ihren Stärken berichtet, das hat mir imponiert.

Montag, 22. April 2019

[Rezension] Der Wille meines Vaters geschehe: Eine Frau aus Kamerun kämpft um ihre Selbstbestimmung von Mireille Makampé

Makampe Cover

Mireille erwartet ein Kind von Joseph - und dieser freut sich, liebt die beiden. Doch eine Heirat ist nicht drin, denn Joseph kommt aus dem "falschen Dorf", der Vater boykottiert eine Heirat. Als durch Zufall Michel auf Mireille aufmerksam wird und sie heiraten will, stimmt er zu - immerhin stammt dieser aus dem "richtigen Dorf". Doch auch Michel wurde zur Hochzeit genötigt.

Mireille kann ihren künftigen Ehemann zwar nicht ausstehen, muss sich aber dem Willen ihres Vaters beugen. Die Ehe gerät zur Katastrophe und Mireille muss sich auch noch heidnischen Ritualen unterziehen, die sie verabscheut. Wie kann sie in dieser Gesellschaft ihr Glück finden?

Persönlicher Eindruck


Als ich dieses Buch gelesen habe, bin ich fast vom Glauben abgefallen. Was Mireille aus Kamerun berichtet, und worunter sie leidet, ist für mich mittelalterlich. Frauen haben kaum Rechte, Gehorsam zählt alles. Ältere erwarten Gehorsam von Jüngeren, Eltern von Kinder, Arbeitgeber von Beschäftigten und Männer von ihren Ehefrauen. Ein reicher Kindersegen wird erwartet und in der Ehe darf der Mann fast alles. Dass Mireille von ihrem Mann verprügelt wird, finden die Verwandten und Nachbarn zwar nicht toll, andererseits ermuntern sie Mireille zu Gehorsam und dazu, ein Kind zu bekommen, dann werde das schon. 

Freitag, 22. Februar 2019

[Rezension] Frauen dürfen hier nicht träumen - Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit von Rana Ahmad

Kindle-Ausgabe, Rana Ahmad

Eine Autobiographie von Rana Ahmad, Atheistin aus Saudi-Arabien.

Rana ist Atheistin - und lebt in Saudi-Arabien. Eine Mischung, die sich ganz schlecht verträgt. Ex-Muslime in Saudi-Arabien haben genau drei Optionen: Eine Lüge leben; Todesstrafe oder Flucht. Rana entscheidet sich für die gefährliche Flucht. Heute lebt sie in Deutschland und kann von ihrem früheren Leben in Saudi-Arabien, ihrer Hinweg zum Atheismus/Humanismus und ihrer Flucht berichten.


Persönlicher Eindruck



Für westliche Leser ist das, was Rana aus ihrem Leben in Saudi-Arabien berichtet, schier unglaublich. Klar, so ungefähr wusste ich schon, dass die Frauen sich dort verschleiern müssen. Aber was es genau bedeutet und wie wenig Rechte Frauen dort haben, das war mir nicht klar.

Freitag, 14. Dezember 2018

[Rezension] Ich bin das Mädchen aus Aleppo von Bana Alabed

Mädchen aus Aleppo
Die 9-jährige Bana Alabed ist mit ihrer Familie eingeschlossen im Aleppo, mitten im Bombenhagel. Neben ihren Eltern sind das auch noch ihre zwei kleinen Brüder. Der jüngste, Nour, ist (ungeplant) im Krieg zur Welt gekommen und kennt gar nichts anders. Früher zur oberen Mittelschicht gehörend - der Vater ist Anwalt, die Mutter studiert - fehlt es jetzt an allem und die Familie ist schon froh, wenn sie trockenen Reis zum Essen haben.

Mutter und Tochter beginnen aus Wißbegierde und Neugier Englisch zu lernen und schließlich twittert Bana die erste Nachricht aus dem umkesselten Aleppo: I need Peace



Persönlicher Eindruck



Kein Kind sollte den Krieg erleben müssen. Kein Kind sollte seine Kindheit im Bombenhagel verbringen, die beste Freundin sterben sehen und verwesende Leichen auf den Straßen. Kein Kind sollte in der eigenen Wohnung gefangen sein, weil es viel zu gefährlich ist, auf die Straße zu gehen oder gar zur Schule.

Und doch ist all das der kleinen Bana aus Aleppo in Syrien widerfahren, ihr und ihren zwei kleinere Brüdern. Bana wurde 2009 geboren und nur wenige unbeschwerte Jahre verbringen dürfen bevor sie und ihre Familie vier lange Jahre mitten im Krieg verbracht haben.

Bana wurde berühmt als das kleine Mädchen, das sich per Twitter an die Welt wandte. "I need peace" schrieb sie und darüber, wie schwer das Leben in Aleppo war und wie sehr sie die Schule vermißt. Aufgrund der Tweets bekam sie sogar Todesdrohungen. Schlußendlich wurde die Familie in die Türkei evakuiert, wo sie nun in Sicherheit sind.

Montag, 5. November 2018

[Blogtour Syrien] / [Rezension] Aus Syrien geflüchtet - Ein autobiografischer Jugendroman von Seif Arsalan


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Der junge Autor Seif Arsalan hat im März Kontakt zu mir aufgenommen und das neu veröffentlichte Buch für eine Rezension angeboten. Es klang interessant, ich wollte es aber nicht alleine lesen, also hab ich meine Bloggerkolleginnen Petrissa und Monerl gefragt, ob wir das Buch zusammen lesen. Beide waren begeistert und dabei ist nicht nur eine Leserunde bei Lovelybooks rausgekommen, sondern auch diese Themenwoche über Syrien. Bis Sonntag, 11.11 findet ihr täglich Beiträge bei mir, beim Hundertmorgenwald und bei monerl. Wir wünschen euch interessante Lektüre!





das Cover zeigt einen jungen Mann auf einem Weg von hintem, er trägt einen Koffer in der Hand, hinter ihm liegt ein Teddy
Aus Syrien geflüchtet

Rezension zu "Aus Syrien geflüchtet" - Ein autobiografischer Jugendroman von Seif Arslan




Erster Satz


Salem Aleikum.


Woher: Rezensionsexemplar des Autors


Zusammenfassung


Zum Inhalt: Seif ist 20 und lebt seit fast zwei Jahren als Flüchtling in Deutschland. Als 2011 die Unruhen in Syrien entstehen und sich zu einem schrecklichen Krieg ausweiten, ist Seif gerade 14. Das Leben wird täglich gefährlicher. Seine Mutter und er fliehen über die Türkei und Griechenland weiter nach Deutschland. Die Flucht ist lebensgefährlich und voller schwerer Entscheidungen. Seif muss unglaublich viel Verantwortung tragen, Ängste und Schwierigkeiten bewältigen sowie mit Einsamkeit und Verlust umgehen, bis er schließlich sicher in Deutschland lebt. Hier beginnt eine Geschichte von Integration und Zukunftsplänen: Seif lernt in kürzester Zeit Deutsch und integriert sich gut in seiner neuen Heimatstadt. Er erfährt Hilfsbereitschaft und Unterstützung, aber wird auch mit Vorbehalten, Ausländerfeindlichkeit und bürokratischen Problemen konfrontiert …

 +++ K.L.A.R.-reality bedeutet: 100 Prozent autobiografische Geschichten, erzählt von jungen Menschen mit teils schweren Einzelschicksalen. Die Romane sind von Jugendlichen für Jugendliche geschrieben und werden bei Ihren Schülern das Lesefieber entfachen, denn nichts ist spannender als Geschichten aus dem realen Leben. Der einfache Aufbau der Autobiografien, mit kurzen Kapiteln, leicht verständlichem Vokabular und einer alltagsnahen Sprache, sorgt für einen schnellen Leseerfolg, der Ihre Schüler nach dem Unterricht auch zu Hause weiterlesen lässt. Die Jugendbücher sind somit ideal für die Leseförderung in der Sekundarstufe und können von Lehrern als Schullektüre an Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gesamtschulen eingesetzt werden.

Zum Autor:
Seif Arsalan kommt aus Syrien. Er ist 20 Jahre alt, wohnt seit gut zwei Jahren in Deutschland und besucht ein technisches Gymnasium, um das Abitur zu machen und später Mechatronik zu studieren.

(http://www.verlagruhr.de/gefluechtet.html).

Samstag, 20. Oktober 2018

[Rezension] Der Auktionator - Mein Leben zwischen Trödel, Kunst und Leidenschaft von Wolfgang Pauritsch

Auktionator-Pauritsch

Titel: Der Auktionator - Mein Leben zwischen Trödel, Kunst und Leidenschaft
Autor: Wolfgang Pauritsch
Umfang: 192 Seiten
Ausgabe: Hardcover
Verlag: Gütersloher Verlagshaus
Erscheinungsjahr/Auflage: September 2018
ISBN: 978-3579087184
Genre: Autobiographie
Affilitate Link: Amazon


Woher: Rezensionsexemplar des Bloggerportals.


So fängt es an

Auktionator: Ist das denn ein Beruf?


Zusammenfassung


Wolfgang Pauritsch ist bekannt aus der Sendung "Bares für Rares", er ist der sympathische Händler aus Österreich, der in der Mitte des Tisches sitzt. Hier erzählt er von seinem Leben, davon, was ihn geprägt hat und wie er Auktionator wurde.

Mittwoch, 5. September 2018

[Rezension] Hochsensibel geboren - Wie Empfindsamkeit stark machen kann von Prinzessin Märtha Louise und Elisabeth Nordeng

Hochsensibel geboren
welche ist die Prinzessin?

Hochsensibel geboren - Wie Empfindsamkeit stark machen kann
Autor:  Prinzessin Märtha Louise und Elisabeth Nordeng
Buch erschienen im Goldmann Verlag, Juni 2018
285 Seiten
Autobiografischer Ratgeber
ISBN:  978-3442222384
Affiliate Link zu Amazon

Originaltitel: Født sensitiv
Übersetzer: Hedwig M. Binder



Woher: Rezensionsexemplar vom Bloggerportal. Ich danke sehr herzlich für das Vertrauen!



Zusammenfassung


Die Prinzessin von Norwegen, Märtha Louise, berichtet, was es bedeutet, hochsensibel zu sein und im Rampenlicht zu stehen. Von ihren Erfahrungen können auch andere Hochsensible profitieren.

Sonntag, 22. Juli 2018

[Rezension] So geboren - Der Lebensbericht eines Arztes und Heilpädagogen von Earl R. Carlson

Fast schon historischer Bericht


Biographie, 192 Seiten
Verlag freies Geistesleben, 1960
Übersetzung von Konrad Sandkühler,
Originaltitel: Born That Way
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Woher: Aus dem Bücherschrank Herrenalb


Erster Satz

Dieses Buch wäre nie geschrieben worden, wenn mein Eintritt in die Welt ebenso einfach und dramatisch wie der meiner Mutter vor sich gegangen wäre.

Zusammenfassung

Earl R. Carlson wurde 1897 geboren. Bei seiner Geburt traten Komplikationen auf, in Folge litt er an Spastiken. Trotz seiner Hemmnisse konnte Carlson studieren. Als Arzt half er später anderen Menschen, die auch an Spastiken litten.


Montag, 25. Juni 2018

[Rezension] Ede und Unku - Die wahre Geschichte von Janko Lauenberger mit Juliana von Wedemeyer

das Bild zeigt Ede und Unku
Ein literarisches Mahnmal!

Ede und Unku - Die wahre Geschichte: Das Schicksal einer Sinti-Familie von der Weimarer Republik bis heute
Autor: Janko Lauenberger mit Juliane von Wedemeyer
Biographie, biographische Geschichte, 240 Seiten
Gütersloher Verlagshaus, Februar 2018
ISBN: 978-3579086941
Affiliate Link zu Amazon

Woher: Rezensionsexemplar des Bloggerportals, dem ich herzlich danke


So fängt es an


Seit ich mich erinnern kann, war da immer dieses kleine rote Buch.

Zusammenfassung


Der Musiker und Sinto Janko Lauenberger berichtet von seinem Leben als Sinto-Kind in der DDR und von der Lebensgeschichte seiner Urgroßcousine Unku. Unku war eine der Protagonisten im Kinderbuch "Ede und Unku", das in der DDR Schullektüre war. Doch kaum einer weiß, dass Unku, die im Buch ungefähr 10 Jahre alt ist, später mit ihren beiden Töchtern von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde. Janko begibt sich mit der Journalistin Juliana von Wedemeyer auf Spurensuche.



Donnerstag, 31. Mai 2018

[Rezension] Mo und die Arier: Allein unter Rassisten und Neonazis von Mo Asumang

das Buchcover zeigt Mo Asumang
Löckchen und nettes Lächeln

Mo und die Arier: Allein unter Rassisten und Neonazis
Autorin: Mo Asumang
Bericht, 277 Seiten
Fischer, Februar 2016
ISBN: 978-3596034437
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Woher: Tipp der Autorin Christin Thomas - das Buch von Mo Asumang hatte sie zu ihrem Werk "Nation Alpha" inspiriert.



So fängt es an

"Wir haben hier eine Morddrohung gegen Sie."


Zusammenfassung

Wie fühlt sich Fremdenhass auf der eigenen Haut an? Die afrodeutsche TV-Moderatorin Mo Asumang wagt ein spektakuläres und einzigartiges journalistisches Experiment. Mutig und entschlossen sucht sie die offene Konfrontation mit Hasspredigern – auf dem Alex, bei einem rechten Star-Anwalt, unter braunen Esoterikern, auf einer Neonazi-Dating-Plattform, ja sogar bei Anhängern des Ku-Klux-Klan in den USA. Sie begegnet Menschen, die sie hassen – und entlarvt sie dadurch. »Manche würden, was ich erfahren habe, Rassismus nennen, manche sagen Fremdenfeindlichkeit, und das wird es immer geben, viele erkennen es wieder als eine Form des Mobbing. Doch egal, wie man dazu sagt, es wird verübt von Menschen, die einen aus den unterschiedlichsten Beweggründen heraus klein machen, die einem das Selbstbewusstsein rauben wollen oder sogar das Leben. Aber es gibt Gegenmittel. Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen.« Ein Mut machendes und mitreißendes Beispiel, die eigene Angst zu überwinden und sich zur Wehr zu setzen.




Dienstag, 24. April 2018

[Rezension] Der Beginn deiner Reise zu dir selbst von Frank Jubelius

das Cover zeigt eine offene Tür vor einem pinken Sternenhimmel
wir sind alle nur auf der Reise

Der Beginn deiner Reise zu dir selbst von Frank Jubelius
Lebensratgeber, 243 Seiten
BoD, Oktober 2017
ISBN: 978-3744892391
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Woher: Rezensionsexemplar des Autors


Erster Satz


ICH BIN ein Lichtarbeiter


Zusammenfassung


Frank Jubelius ist Lichtarbeiter, das heißt, er begleitet andere auf ihrer Reise zum Bewusst-Sein-Werden. Mit diesem Buch möchte er auch den Leser ein Stück auf seiner Reise begleiten.

Klappentext: Bereits von Geburt an befindest du dich auf einer Reise, deren Ziel es ist, dir deines wahren Selbst bewusst zu werden. Dein wahres Selbst ist nicht das, was du in den Augen anderer bist oder sein solltest, oft nicht einmal das, was du selbst glaubst zu sein. Dein wahres Selbst ist das, was du wirklich bist: eine Seele, die auf die Erde gereist ist, um hier ihre Erfahrungen zu sammeln und dadurch vollkommen zu werden.


Freitag, 24. November 2017

Dem Leben Antwort geben von Viktor E. Frankl

Das Cover zeigt Viktor E. Frankl
Erste Autobiografie in diesem Jahr

Autobiografie, 221 Seiten
Beltz, Neuausgabe April 2017
ISBN: 978-3407864604
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Woher: Diese Autobiografie wurde mir im Schwedischkurs spontan ausgeliehen, als eine liebe andere Kursteilnehmerin über Viktor E. Frankl und sein Buch berichtete (Hausaufgabe: Berätta över ngt.)



Erster Satz

Meine Mutter stammte aus einem alteingesessenen Prager Patriziergeschlecht - der Prager deutsche Dichter Oskar Wiener (dessen Gestalt in Meyrinks Roman Der Golem verewigt wurde) war ihr Onkel.


Zusammenfassung


Die 1995 erschienene Autobiographie in einer Neuauflage plus dem Aufsatz "Philosophie und Psychotherapie". Vikor E. Frankl, 1905-1997, war österreichischer Philosoph und Psychotherapeut. Er überlebte das KZ Ausschwitz und begründete mit der Logotherapie eine Therapieform. Seine zwei bekanntesten Bücher sind das 1946 erschienene biografische Werk …trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager* und sein medizinisches Hauptwerk, die Ärztliche Seelsorge*.

Diese Autobiographie ist wie eine Kommentierung seines Lebens, ein Rückblick auf das, was für ihn wesentlich ist.
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