Donnerstag, 6. Juli 2017

Tiefere Zuneigung von Alfred Bakan

Alfred Bakan dichtet über Zuneigung
ich halte den gedichtband in der hand, er zeigt stilisierte bäume
Leser mit kleinem Gedichtband

Gedichtband, 123 Seiten
Verlag Helga Niessen, Januar 1986
Genre: Modernes Gedicht
ISBN: 3-924 076-03-0
hier das Buch bei Amazon


Woher: Bücherschrank Bulach


Zusammenfassung


Eine Sammlung moderner Gedichte von Alfred Bakan, die überwiegend das Thema "sich selber und sein Gegenüber mögen" behandeln.

Im Buch sind auch einige Schwarz-Weiß-Fotos. Sie zeigen z.B. den Autor, Sibylle oder ein Maisfeld.



Persönlicher Eindruck


Die Gedichte haben einen guten Lese-Rhythmus zum Deklamieren, das macht auf jeden Fall Freude beim Durch- oder Vorlesen. Manche der Gedichte reimen sich (einfacher Reim oder Kreuzreim), manche reimen sich nicht.
Alle Wörter sind grundsätzlich klein geschrieben, es gibt keine Satzzeichen. Die einzelnen Zeilen umfassen oft nur wenige Wörter, dafür ist die Schrift recht groß gedruckt. Durch die große Schrift und das Layout, das viel Weißraum läßt, wirken die einzelnen Gedichte gut.
Manchmal war mir allerdings nicht klar, wo ein Gedicht aufhört und ein neues beginnt.

Die Gefühle, die der Dichter beschreibt, sind sehr nachvollziehbar und gehen oft ins Herz. Die Gedichte sind nicht abgehoben, sondern beschreiben sehr menschliche Erfahrungen, geben dabei Hoffnung.

Natürlich sind auch einige Themen dabei wie Kernkraftwerke, die ein deutliches 80er Flair verströmen. Wobei manches aus den 80er heute wieder brandaktuell ist, und Gefühle sind sowieso zeitlos.

aufgeschlagenes gedichtband - links ist der bärtige autor zu sehen
der dichter im stil der 80er

Ein Gedichtband, das Freude bereitet und das ich gerne gelesen habe.



Lesen oder nicht?


Dieses Büchlein war wohl nur in kleiner Auflage verfügbar. Wer die Chance hat, es zu lesen, sollte es tun. Alfred Bakan braucht sich in vielen Gedichten, nicht allen, hinter großen Namen beileibe nicht verstecken, mich hat er überzeugt.


3 Zitate


   nacht
breite
deinen mantel
über
des schläfers haupt
lös
den schleier des vergessens
nicht
bevor
der morgen
graut [Zufallszitat, S. 17]

 du denkst
niemand mag dich 
wenn du nicht mehr kannst

 doch du hast
nichts zu verlieren
außer deiner angst [S. 19]


 bist du
mono oder polygam
wie lautet
dein gehirnwaschprogramm
wohin lenkst du
deine schritte
stehst du mehr links
oder in der mitte [S. 67]



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