Mende ist im Sudan in den Nubabergen aufgewachsen, in einer liebevollen Familie. Mit ungefähr 12 Jahren wurde ihr Heimatdorf überfallen. Mende wurde entführt und zu einer reichen Familie nach Khartoum gebracht, wo sie gut 10 Jahre lang als Sklavin gehalten wurde. Als ihre Besitzer sie zu Verwandten nach London schickten, gelang ihr die Flucht. Sie beantragte Asyl und erhielt nach einigen Jahren die britische Staatsbürgerschaft. Erst jetzt, mit Ende 20, konnte sie daran denken, ihre Familie wiederzusehen. Montag, 26. Oktober 2020
[Rezension] Befreit - Die Heimkehr der Sklavin von Mende Nazer und Damien Lewis
Mende ist im Sudan in den Nubabergen aufgewachsen, in einer liebevollen Familie. Mit ungefähr 12 Jahren wurde ihr Heimatdorf überfallen. Mende wurde entführt und zu einer reichen Familie nach Khartoum gebracht, wo sie gut 10 Jahre lang als Sklavin gehalten wurde. Als ihre Besitzer sie zu Verwandten nach London schickten, gelang ihr die Flucht. Sie beantragte Asyl und erhielt nach einigen Jahren die britische Staatsbürgerschaft. Erst jetzt, mit Ende 20, konnte sie daran denken, ihre Familie wiederzusehen. Freitag, 9. Oktober 2020
[Rezension] Das perfekte Leben meiner Schwester von Sophie Edenberg
"Als die neunzehnjährige Emma herausfindet, dass sie adoptiert wurde und
in Wahrheit die uneheliche Tochter des vermögenden Wieners Ferdinand
Lauderthal ist, regen sich Hoffnung und Zuversicht in ihr. Endlich sieht
sie einen Ausweg aus ihrem unglücklichen Leben. Doch ihre Erwartungen
werden enttäuscht. Während ihre gleichaltrige Halbschwester Céline das
Leben ihrer Träume führt, will ihr Vater nichts von ihr wissen. Voller
Eifersucht beschließt Emma, die beiden büßen zu lassen. Als
vermeintliche Studienkollegin von Céline dringt sie in deren Leben ein
und stellt dieses gehörig auf den Kopf.
Doch schon bald muss
Emma feststellen, dass nichts ist, wie es zunächst den Anschein hatte
und sie sich in ihrer Halbschwester getäuscht hat. Hin und hergerissen
zwischen ihrer wachsenden Zuneigung zu Céline und ihren Rachefantasien
wird sie in einen Strudel aus Familienintrigen verstrickt, die ihr
Verständnis von Gerechtigkeit auf eine harte Probe stellen. Denn alles
im Leben hat seinen Preis ...
Dieser Roman enthält Szenen, die für sensible Menschen belastend sein könnten."
Samstag, 3. Oktober 2020
[Rezension] Unter dem Herzen - Ansichten einer neugeborenen Mutter von Ildikó von Kürthy
Als sie schon nicht mehr daran glaubte, ist die 38-jährige Autorin endlich schwanger. Und erlebt mit ihrem "Schlomo", so der Arbeitstitel des Babys, die Höhen und Tiefen der Schwangerschaft und das erste Jahr. Die Erlebnisse sind autobiographisch, das macht dieses Tagebuch so besonders.
Von Kürthy schreibt so herzerwärmend ehrlich und lustig, dass ich nur so durch dieses Buch geflogen bin. Und ich hab mich an so vielen Stellen wiedererkannt, bzw. einiges war genauso wie bei mir. Beispielsweise dass zunächst alle von einem Mädchen ausgingen. "Scheiße", sagte die Autorin nur also der Frauenarzt dann feststellte, dass sie einen Jungen erwartete. So krass war es bei mir nicht, ich hab nur einen Lachanfall bekommen. Und dann das Gefühl der Autorin, dass es einfach perfekt ist, einen Jungen zu bekommen - genauer gesagt: diesen Jungen!
Gerade auch die besonderen Herausforderungen einer späten Mutterschaft und die große Unsicherheit, die man dabei spürt, greift die Autorin gut auf. Am liebsten würde sie jeden Tag einen Ultraschall haben und gucken, wie es dem Baby geht.
Zwei sachliche Anmerkungen habe ich noch zu Stellen, die so nicht ganz korrekt sind:
(1) Der Sex-Termin ist nicht unbedingt der Zeugungstermin (S. 19). Die Eizelle hält sich 24 h, die Spermien bis 5 Tage. Das heißt, dass die Spermien die Eizelle auch erst 5 Tage nach dem Sex befruchtet haben können.
(2) Bauch-US in der 7. SSW (S. 36): In der 7. SSW wird man eher vaginal geschallt
Alles in allem ein Bauch, bei dem ich sehr lachen konnte und das mich gut unterhalten hat. Ich möchte auch die tollen farbigen Zeichnungen im Buch erwähnen, die die einzelnen Geschichten abrunden.
Lesen oder nicht?
Sehr sehr lustig, unterhaltsam und wahr. ⭐⭐⭐⭐⭐
Bibliographische Informationen
300 Seiten
Danke, @ Juli.liebt.kaffee
Sonntag, 27. September 2020
[Rezension] Millenium-Trilogie von Stieg Larsson
Die Millennium-Trilogie des leider schon verstorbenen Stieg Larsson umfasst die Bände Verblendung, Verdammnis und Vergebung. Hauptprotagonisten sind der Journalist Mikael Blomkvist und die Hackerin und Ermittlerin Lisbeth Salander.
Lisbeth als Charakter hat es mir komplett angetan. Sie ist einfach eine so bestechende und überraschend interessante Persönlichkeit, wie ich es seit Jahren nicht mehr erlebt habe. Ich hab sogar von ihr geträumt, dass muss etwas heißen. Lisbeth ist einfach anders. Auf der einen Seite ist sie eine versierte Hackerin und so unfassbar gut darin, Dinge aufzuspüren und zu kombinieren. Auf der anderen Seite ist sie in sozialen Dingen sehr unbeholfen, nüchtern, autistisch. Sie folgt ihrem eigenen Moralcode und hilft sich nur selber.
Mikael Blomkvist ist ein Journalist, der sich einen Namen mit Wirtschaftsenthüllungen gemacht hat. Daher auch sein Spitzname "Kalle Blomkvist", über den Mikael allerhöchstens müde lächeln kann.
Dienstag, 15. September 2020
[Rezension] In fremder Haut von Hanif Kureishi
Der alternde Schriftsteller Adam erhält auf einer Party ein teuflisches Angebot. Er kann in einer geheimen Privatklinik sein Gehirn in einen jungen Körper verpflanzen lassen. Adam lässt sich auf das Experiment ein, nur für sechs Monate will er ausprobieren, wie es ist, ein reifer Geist in einem jungen, knackigen Körper zu sein…
In der Geschichte von Hanif Kureishi dreht sich alles um unsere Körperlichkeit. Adam als Neukörper, mit einem hübschen, schönen Gestell. Adam, der fickend und posierend die Körperlichkeit erforscht und dabei dank seiner Erfahrung immer auch über die Körperlichkeit philosophiert. Wer sind wir und sind wir mehr wie unsere Körper?
Die Gründe für den
Wechsel zu einem neuen Körper wirken bei ihm eher aus Neugierde.
Denn außer, dass er alt wird, hat er eigentlich alles. Eine Frau,
mit der er eine gute Ehe voller Vertrauen führt. Kinder, deren
Gegenwart er immer genossen hat. Eine Karriere als Schriftsteller.
Gruselig die Szene, als Adam sich seinen jungen Mietskörper aussucht, in
einer Leichenhalle, aber mit einem Habitus von den Beteiligten, als
würde er sich bloss ein Sakko aussuchen. Eine absolut schlimme
Zukunftsvision



