
Den Anfang fand ich sehr zäh zu lesen; es ging um die Organisation der Reise, um Pässe etc. Gepackt hat mich die Geschichte erst, als Mende tatsächlich ihre Familie wiedersieht. Ihre Eltern, ihre älteste Schwester und der jüngste Bruder kommen zum Treffpunkt und besuchen sie. Sie hat nur gute 10 Tage, denn es gibt im Sudan durchaus Leute, die ihr wegen ihrer offenen Worte zum Sudan-Konflikt nicht wohlgesonnen sind. Es ist für Mende einfach zu gefährlich, länger zu bleiben.
Die Kultur der Nuba fand ich faszinierend, ebenso wie die Beziehung zwischen Mende und ihren Eltern. Die Sache mit dem Speichel hat mich erstaunt. Mende hat eine besonders innige Beziehung zu ihrem Vater, der sehr stolz auf seine Tochter ist und sie bedingungslos unterstützt. Die Mutter dagegen macht sich eher Sorgen, weil Mende alleine wohnt und noch keine Kinder hat.
Besonders schön war auch, dass es viele Fotos, die meisten davon in Farbe, im Buch hat. Ein faszinierender Bericht!
Lesen oder nicht?
Nachdem es anfänglich ein zäh zu lesender Reisebericht war, fand ich die Begegnung von Mende mit ihrer lang vermissten Familie anregend. ⭐⭐⭐⭐
Bibliographische Informationen
Befreit: Die Heimkehr der Sklavin
Mende Nazer, Damien Lewis
Droemer Verlag, 2007, 350 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-426-27354-8
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