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Mittwoch, 1. Januar 2020

[Rezension] Was den Mond am Himmel hält von Michael Büker und Tanja Wehr

Was hält den Mond am Himmel? Darauf gibt der Wissenschaftsjournalist Michael Büker hier einprägsam und unterhaltsam Antwort, versehen mit vielen Illustrationen der Sketchnoterin Tanja Wehr.


Mond mit Erde und Mond



Persönliche Meinung 


Bei diesem Sachbuch merkt man, dass Astro-Physiker Michael Büker Erfahrung in der Vermittlung von wissenschaftlichen Themen hat, als Science Slamer, Wissenschaftsjournalist bei PM und Mitglied des Podcasts "Sag mal, du als Physiker". Aus letzterem hab ich auch von diesem Buch erfahren, Michael Büker erwähnte es in einer oder zwei thematisch nahen Podcastfolgen. Die Vermittlung von wissenschaftlichen Themen ist also Michael Bükers Profession und der Mond sein Steckenpferd. Da muss ja etwas Gutes bei raus kommen.

Kapitelanfang, ganz in Blau



Bükers Stil ist tatsächlich einzigartig, plaudernd, mit einem gewissen Humor (ich mochte sowohl die Büroangestellte Luna Mond als auch den Reiseführer, der alles mit Deutschland vergleicht), er schreibt eingängig und wählt gute, einprägsame Vergleiche. Dabei hilft auch, dass am Ende eines Kapitels alles auf einer Doppelseite in Form von Sketch Notes illustriert wird. Gut, um die Themen zu rekapitulieren. Ich hab tatsächlich das Gefühl, dass ich mir viel merken konnte.

Samstag, 23. November 2019

[Rezension] Das geheime Netzwerk der Natur von Peter Wohlleben


Peter Wohlleben ist dieses Jahr zu einem der für mich wichtigsten Autoren geworden. Dieses Buch ist das dritte, das ich von ihm gelesen habe und es gefällt mir nach Das geheime Leben der Bäume am Besten. In diesem Buch geht es um die faszinierenden Zusammenhänge in der Natur. Wohlleben geht der Frage nach, wie einzelne Systeme funktionieren und auch, wie sich diese Systeme verändern, wenn nur ein winziger Baustein angefasst wird.

Bspw. erzählt er, dass gerade unsere moderne Gesellschaft mit einem durchlichteten Wald und dem Jägereiwesen dafür sorgt, dass es mehr Rehe hat wie früher. Bis zu 50mal mehr als es ursprünglich der Fall gewesen wäre. In einem Wirtschaftswald ist es lichter wie im ursprünglichen Buchenwald und das führt dazu, dass auf dem Boden mehr Kräuter und Büsche wachsen und die Rehe mit Nahrung versorgen. Zudem kirren die Jäger, d.h. sie füttern das Wild im Winter (damit sie es leichter schießen können, weil das Wild immer an die Kirrstelle zurückkommt), aber auch das führt dazu, dass in den Wintern kein Wild mehr umkommt. Die Wolfsfrage ist natürlich eng damit verknüpft.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

[Rezension] Das geheime Band zwischen Mensch und Natur von Peter Wohlleben

Der Mensch ist geschaffen für ein Leben mit der Natur.

Der Autor sagt: Wir Menschen sind immer noch Geschöpfe der Natur, unsere Sinne keineswegs regeneriert, sondern bestens an ein Leben in der Natur angepaßt, bei den modernen westlichen Menschen allenfalls etwas untrainiert. Es gibt ein Band zwischen uns der Natur und zahlreiche Wechselwirkungen. So hat der Wald und die Bäume Einfluß auf unser Wohlbefinden und wir gestalten den Wald unbewusst und mit der modernen Forstwirtschaft auch bewusst.

Dabei wendet sich Wohlleben gegen die Kahlschlagforstwirtschaft und Monokultur. Plantagen sollten wir als das benennen was sie wirklich sind: Auf Gewinn ausgelegte Holzproduktionen. Mehr Buchen, Laubwälder und Urwälder brauchen wir, schon in unserem ureigensten Interesse, als Helfer im Kampf gegen die globale Klimakrise und gegen lokale Erwärmung. Die Plenterwirtschaft ist da ein Baustein, das Wertschätzen eines intakten Ökosystems Walds ein anderer.

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