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Sonntag, 17. Februar 2019

[Rezension] In Ewigkeit von Ian Cushig

In Ewigkeit

Er hat einen Neuanfang gemacht, aber dann auch das letzte verloren, was für ihn Bedeutung hatte. Was kommt jetzt? Alles im Leben hat Konsequenzen. Im Leben und darüber hinaus. Nach einem schrecklichen Unfall offenbaren sich für den Ich-Erzähler ungeahnte Einblicke in das, was nach dem Leben kommt.



Persönlicher Eindruck


Nach Das Schicksal würfelt nicht. Es zinkt die Karten ist das der zweite Roman innerhalb kurzer Zeit, der sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigt. Wie man auch schon am Titel "In Ewigkeit" erkennen kann. Doch wo Das Schicksal würfelt nicht. Es zinkt die Karten religiös war und Gott propagierte, ist "In Ewigkeit" religionsneutral, bietet eine philophische und überraschend metaphysische Antwort.

In Ewigkeit ist der Nachfolger von Fünf Minuten - ein Tagebuch, eigentlich eher eine erweiterte Version. Denn im ersten Teil erfahren wir, was sich nach den Ereignissen von Fünf Minuten - ein Tagebuch zutrug und nach einer Überleitung ist dann im zweiten Teil das besagte Tagebuch zu finden.

Sonntag, 12. August 2018

[Rezension] Other Minds - The Octopus and the Evolution of Intelligent Life von Peter Godfrey-Smith

Oktopusse
Intelligenter Alien

Other Minds - The Octopus and the Evolution of Intelligent Life
Autor: Peter Godfrey-Smith
Buch erschienen bei Harper Collins, Februar 2018
255 Seiten
Biowissenschaften, Philosophie
ISBN: 978-0008226299
Affiliate Link zu Amazon
Sprache: Englisch


Woher: Gekauft, weil mich der entsprechende Blink sehr angesprochen hat, außerdem bin ich biologie-affin

So fängt es an


The demand for continuity has, over large tracts of science, proved itself to possess true prophetic power.

Zusammenfassung


What if intelligent life on Earth evolved not once, but twice? The octopus is the closest we will come to meeting an intelligent alien. What can we learn from the encounter? In Other Minds, Peter Godfrey-Smith, a distinguished philosopher of science and a skilled scuba diver, tells a bold new story of how nature became aware of itself - a story that largely occurs in the ocean, where animals first appeared.


Donnerstag, 21. Dezember 2017

[Adventskalender Tür 21] Von der Wintersonnenwende und der Kürze des Lebens

BLOGGER Advents Kalender
Blogger-Adventskalender 2017

Ich freue mich besonders, dass Lilly mich für den Tag der Wintersonnenwende eingeplant hat, der dieses Jahr auf den 21. Dezember fällt. Weihnachten wurde früher am Tag der Wintersonnenwende, dem kürzesten Tag des Jahres auf unserer Erdhalbkugel, gefeiert, der lag bei Einführung des Julianischen Kalenders am 25. Dezember. Der Julianische Kalender behob aber den Mangel, das  Sonnenjahr und Kalenderjahr nicht gleich lang sind, nicht vollständig. Als die Kalenderreform von Papst Gregor XIII den Julianischen Kalender optimierte, hatte sich der Tag der Wintersonnenwende schon von Weihnachten entfernt. Als Weihnachtstag wurde dennoch der 25. Dezember beibehalten.

Nicht nur die Christen, auch andere Kulturen und Religionen feierten und feiern zur Zeit der dunkelsten Nacht ein Fest der Hoffnung. Der Mensch braucht Hoffnung und Inspiration, und die finden wir in vielerlei Religionen, Gedanken und Schriften. Ich zitiere heute für euch aus einer philosophischen Schrift, die sich mit dem Leben und der Zeit beschäftigt und möchte euch damit ein paar Denkanstöße, Anregungen zur Meditation und zur Inspiration geben.

Der Philosoph Seneca (~ 4 v. Chr.) schreibt über die Kürze des Lebens an Paulinus


Das Leben ist lang genug und reicht aus zur Vollendung größter Taten [...] Alles fürchtet ihr wie Sterbliche, alles begehrt ihr, wie wenn ihr unsterblich wäret. [...]
Leben muß man ein Leben lang lernen, und - darüber wirst du dich vielleicht noch mehr wundern - ein Leben lang muß man sterben lernen. [...]
[Der] größte Verlust an Leben ist das Aufschieben: es entreißt uns einen Tag nach dem andern, es bringt uns um das Gegenwärtige, indem es Entferntes verspricht. Das größte Hindernis für das Leben ist die Erwartung, die am Morgen hängt und das Heute vertut. [...]
In drei Zeiträume gliedert sich das Leben: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Zeit, in der wir gerade leben, ist kurz; die Zeit, in der wir leben werden, ist zweifelhaft; die Zeit, in der wir gelebt haben, ist sicher. [...] Diesen Teil lassen sich die Vielbeschäftigten entgehen; denn sie haben keine Zeit, in die Vergangenheit zurückzuschauen. [...] Nur wer alle seine Handlungen der eigenen Prüfung, die sich niemals täuschen läßt, unterzogen hat, wendet sich gern zu seiner Vergangenheit zurück [...]
In Muße sind allein jene, die für die Philosophie Zeit haben; nur sie leben wirklich; denn sie hüten nicht nur die eigene Lebenszeit gut, sondern verstehen jede Zeit der eigenen hinzuzufügen; wieviele Jahre auch vor ihnen dahingegangen sind, sie haben sie zu ihrem Besitz gemacht. [...] Jeder von diesen wird Zeit haben, jeder wird den, der zu ihm kommt, glücklicher und als seinen noch besseren Freund entlassen, keiner wird einen mit leeren Händen von sich weggehen lassen; bei Nacht und bei Tag können sie von allen Sterblichen besucht werden. [...]
Am kürzesten und unruhigsten ist das Leben derer, die das Vergangene vergessen, das Gegenwärtige nicht beachten und für die Zukunft in Furcht sind [...]

Zitate aus: Seneca : De brevitate vitae - Die Kürze des Lebens. dtv 12. Auflage September 2005, ISBN 3-423-09111-8. Neuübersetzung auf Grundlage von P. Grimal, Paris 1959 aus dem Lateinischen Codex Ambrosianus, 11. Jhdt.

Seneca lebte vor etwa 2000 Jahren. Beeindruckend an seiner Schrift fand ich, dass viele der Beobachtungen auch heute noch Gültigkeit haben, wie die über die Vielbeschäftigten, die nicht zur Muße finden. Auch seine Ansichten über die Kürze des Lebens und wie ein gutes Leben aussehen kann, kann ich gut nachvollziehen und zumindest in großen Teilen zustimmen. In seiner Denkschule liegt die Lösung für ein gutes Leben darin, sich der Philosophie zu widmen, und so auch und vor allem Zugriff auf die eigene Vergangenheit und das Leben der vorherigen Philosophen zu haben. Ein sehr interessanter Ansatz.

Ich hoffe, ich habe euch zum Nachdenken anregen können. Senecas Schrift kann ich wirklich empfehlen.


Morgen ist es erneut die großartige Monerl, die Tür 22 für euch vorbereitet hat.





Gewinnspiel

Gewinn mit Sinn

Unter allen Kommentaren meiner vier Blogger-
Adventskalender-Beiträgen verlose ich

3 x 12 € Spende an TARGET
im Namen und zu Ehren des Gewinners.
Ausgelost wird unter allen, die bis zum 22.12, 24:00 Uhr, kommentieren.
TARGET ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation,
die 2000 von Rüdiger Nehberg gegründet wurde.
Ihr Ziel ist, die weibliche Genitalverstümmelung (FGM) zu beenden.
Dafür hat sie eine pro-islamische Allianz ins Leben gerufen,
die die FGM als nicht vereinbar mit dem Islam eingestuft hat
(Gottesanmaßung und Sünde).
Nun möchte TARGET diesen Beschluß in allen Ländern verbreiten,
in denen FGM noch Brauch ist.

Mir hat besonders der positive Ansatz von Rüdiger Nehberg gefallen,
mit den islamischen Gelehrten und den Menschen vor Ort auf Augenhöhe zu kooperieren.
TARGET kommt in Freundschaft und Respekt.

Als weitere Projekte betreibt TARGET eine Geburtshilfeklinik in der Danakil-Wüste
und eine Krankenstation im brasilianischen Regenwald für das einheimischen Volk,
die dank der Krankenstation den Regenwald nun dauerhaft bewohnen
und somit vor Abholzung schützen können.
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