Mittwoch, 27. Februar 2019

[Rezension] Star Trek / Planet der Affen von Tipton, Tipton, Stott und Kirchoff

Star Trek - Planet der Affen

Zwei Science-Fiction-Serien treffen aufeinander. Die originale Enterprise-Besatzung reist durch ein geheimnisvolles Portal in ein Paralleluniversum. Hier mischen sich die Klingonen in die Entwicklung des Planeten der Affen ein; bewaffnen eine Seite und wollen so ihre Einflußsphäre erweitern.

Persönlicher Eindruck


Kirk, Spock und seine Besatzung treffen auf den Planeten der Affen. Dieses Cross-Over funktioniert wunderbar. Der Planet der Affen ist in einer Parallelwelt, in der die Erde eben eine abweichende Entwicklung nahme. Die Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans scheinen auch nicht exotischer als Klingonen oder Vulkanier. Für mich hat diese Geschichte Potential für mehr, es wirft wirklich das Kopfkino an.

In fünf Kapiteln, das entspricht den ursprünglichen fünf Einzelbänden, wird die Geschichte erzählt. Die Enterprise merkt, dass die Klingonen irgendetwas im Schilde führen, folgen ihnen zu einem Portal - und schließlich hindurch, entdecken dort den Affenplaneten und decken die Pläne der Klingonen auf. Das alles wird eher behutsam erzählt, keine wilden Actionszenen und eine angemessene Plotlänge. (Mir ist es generell etwas zu wenig Geschichte, wobei man fairerweise sagen muss, dass in einen Comic/Graphic Novel eben nicht mehr reinpaßt. Das Genre gefällt mir, aber ich werde es wohl eher selten konsumieren.)

Freitag, 22. Februar 2019

[Rezension] Frauen dürfen hier nicht träumen - Mein Ausbruch aus Saudi-Arabien, mein Weg in die Freiheit von Rana Ahmad

Kindle-Ausgabe, Rana Ahmad

Eine Autobiographie von Rana Ahmad, Atheistin aus Saudi-Arabien.

Rana ist Atheistin - und lebt in Saudi-Arabien. Eine Mischung, die sich ganz schlecht verträgt. Ex-Muslime in Saudi-Arabien haben genau drei Optionen: Eine Lüge leben; Todesstrafe oder Flucht. Rana entscheidet sich für die gefährliche Flucht. Heute lebt sie in Deutschland und kann von ihrem früheren Leben in Saudi-Arabien, ihrer Hinweg zum Atheismus/Humanismus und ihrer Flucht berichten.


Persönlicher Eindruck



Für westliche Leser ist das, was Rana aus ihrem Leben in Saudi-Arabien berichtet, schier unglaublich. Klar, so ungefähr wusste ich schon, dass die Frauen sich dort verschleiern müssen. Aber was es genau bedeutet und wie wenig Rechte Frauen dort haben, das war mir nicht klar.

Dienstag, 19. Februar 2019

[Rezension] Aus der Tastatur gefallen - Gedanken über das Leben, den Tod und schwarze Hüte von Terry Pratchett

Pratchett

Eine Anthologie mit Reden, Essays und Artikeln von Terry Pratchett, dem Autor der Scheibenweltromane. Ein weiter Bogen von Themen wird gespannt, aufgeteilt in die Kapitel
  • Der Störer mit dem Stift
  • Ein weltfremder Träumer
  • Tage des Zorns



Persönlicher Eindruck


Terry Pratchett ist sicherlich vielen ein Begriff. Seine Scheibenweltromane sind extrem erfolgreich; sie sind irrwitzige und realistische Fantasy, unterhaltsam, lustig, ernsthaft ... Ich mag sie total gerne.

Der Autor hinter den Geschichten, über ihn hab ich noch nie so richtig nachgedacht. Deshalb bin ich froh, Terry Pratchett nun mit dieser Anthologie ein wenig kennenzulernen. Er ist eigentlich wie seine Bücher ... nachdenklich, ernsthaft, witzig, und auch bescheiden. Ich hab jeden Tag nur eine oder zwei Artikel gelesen, deshalb hab ich lange gebraucht, aber ich hab mich gut unterhalten gefühlt. Sein Schreibstil ist flüssig, gut zu lesen und humorvoll. Wie er da aus seinem Leben plaudert, das ist ganz großes Kino...  Seine Art, über das Leben nachzudenken und Dinge in Worte zu fassen, ist einzigartig.

Johnny war klein und dick, der finstere Lokalredakteur Ken Burroughs hingegen lang und dünn. Wenn die beiden um die Mittagszeit zum Pub loszogen, sah es immer so aus, als machte die Zahl 10 einen Spaziergang. (S. 291)

Sonntag, 17. Februar 2019

[Rezension] In Ewigkeit von Ian Cushig

In Ewigkeit

Er hat einen Neuanfang gemacht, aber dann auch das letzte verloren, was für ihn Bedeutung hatte. Was kommt jetzt? Alles im Leben hat Konsequenzen. Im Leben und darüber hinaus. Nach einem schrecklichen Unfall offenbaren sich für den Ich-Erzähler ungeahnte Einblicke in das, was nach dem Leben kommt.



Persönlicher Eindruck


Nach Das Schicksal würfelt nicht. Es zinkt die Karten ist das der zweite Roman innerhalb kurzer Zeit, der sich mit den großen Fragen des Lebens beschäftigt. Wie man auch schon am Titel "In Ewigkeit" erkennen kann. Doch wo Das Schicksal würfelt nicht. Es zinkt die Karten religiös war und Gott propagierte, ist "In Ewigkeit" religionsneutral, bietet eine philophische und überraschend metaphysische Antwort.

In Ewigkeit ist der Nachfolger von Fünf Minuten - ein Tagebuch, eigentlich eher eine erweiterte Version. Denn im ersten Teil erfahren wir, was sich nach den Ereignissen von Fünf Minuten - ein Tagebuch zutrug und nach einer Überleitung ist dann im zweiten Teil das besagte Tagebuch zu finden.

Freitag, 15. Februar 2019

[Rezension] Das Schicksal würfelt nicht. Es zinkt die Karten. von Holly Lavender


Ásgeirr (sprich: Aus-girr) ist ein Erzengel. Er ist dafür verantwortlich, verstorbene Kinder zu Gott zu führen. Darin ist er gut, nicht eines ist ihm in seinem langen Dienst abhanden gekommen. Doch die Schicksale und die unerfüllten Zukunfte seiner Schützlinge gehen ihm langsam an die Substanz. Doch Gott will er mit sowas wie Burn-Out und einer Auszeit nicht kommen.
Sein neuer Schützling ist Zarah. 17, Hirntumor, Herzstillstand. Zarah ist unbeugsam, unkonventionell, launisch - und glaubt nicht daran, dass sie wirklich tod ist. Sie erbittet sich eine kleine Auszeit, die ihr Ásgeirr erschöpft zugesteht.
Beide landen auf einer seltsamen kleinen Welt mit einem Luftschloss, dass seine ganz eigenen Gesetze hat.

Persönlicher Eindruck


Bei Amazon läuft die Geschichte unter "Philosophie - Metaphysik" sowie "Unterhaltungsliteratur - Biographische Romane". Tatsächlich lässt sich das Genre schlecht fassen. Es ist fantastische Literatur, aber keine reine Fantasy, denn es geht um Engel, um Gott und um unser Schicksal. Auch das mag ausgedacht sein, aber es basiert auf unser christlichen Religion; und diese ist für gewöhnlich nicht Bestandteil von Fantasy. Religiöse Unterhaltungsliteratur, als solche würd ich dieses Genre belabeln.

Mein Fazit des Buchs fällt gemischt aus. Ich mochte den Engel Ásgeirr und die Welt, die Handlung gefiel mir im Großen und Ganzen. Aber den Dialogstil mochte ich gar nicht und ich konnte mit vielen "metaphysischen inneren Dialogen" auch inhaltlich nichts anfangen.

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