Samstag, 2. September 2017

[#mutzurnische] [Gedanken] Unfreiwillige Arenakämpfer in Centro: In der Tiefe




Beitrag im Rahmen der Aktion #mutzurnische zum Buch Centro: In der Tiefe.

Sandra Florean hat euch bisher das Buch und die Autorin vorgestellt. Jetzt steigen wir etwas tiefer ein in das Buch - es geht um die Protagonistin Kay, die gezwungen wird, in einer Arena zu kämpfen

Achtung: Dieser Beitrag kann Spuren von Spoilern beinhalten, da die Arenenkämpfe thematisch mitten im Buch liegen.

Informationen zum Buch

Das Cover zeigt ein Auge, dass aus einem Mauerloch schaut
In der Tiefe
Roman, 370 Seiten
CreateSpace Independent Publishing, Februar 2014
Genre: Science-Fantasy
ISBN:  978-1495471032
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Unfreiwillige Arenakämpferin


Im Buch Centro: In der Tiefe verschlägt es Kay und ihre kleine Schwester aus der reglementierten Sicherheit des sog. Centro in die Tiefe. Die beiden werden von einer Horde rothaariger Menschen gefangengenommen.
Kay wird gezwungen, an den Arenakämpfen teilzunehmen. Es gibt Wettkämpfe für Frauen und für Männer. Die Wettkämpfe der Männer haben mehr Prestige und eine größere Fangemeinschaft, die Männer werden auch besser mit Essen versorgt und stärker medizinisch betreut.

Die Regeln sind für alle hart: Drei Niederlagen hintereinander und der Verlierer wird den Schlingern zum Fraß vorgeworfen. Der Lohn, der winkt, ist allerdings verführerisch: Eine Anstellung in der Leibgarde des Bosses.  Für die Frauen ist diese Stellung auch die einzige Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Zum Beispiel können sie hier selber bestimmen, wen sie heiraten. Für die Mehrzahl der Frauen in der Tunnelgesellschaft ist das nicht möglich. Auch deshalb melden sich immer wieder Freiwillige zu den Kämpfen, so wie Mariel. Die anderen Teilnehmer setzen sich aus verurteilten Straftätern und Gefangenen zusammen, so wie Kay und ihre Trainingspartnerin Lydia.
Man betrachtet die Kämpfe als humaner als frühere Methoden. Anstatt Straftäter hinzurichten oder Gefangene ewig als Sklaven arbeiten zu lassen, bekommen sie eine Chance auf den Aufstieg.



Kay war aus dem Centro keine Gewalt gewohnt. Keiner der Bewohner durfte gegen einen anderen handgreiflich werden. Hier nun muss sie in kürzester Zeit nicht nur Kampftechniken lernen, sondern auch ihre mentale Einstellung ändern. Sie muss willens sein, ihre Gegnerin zu bekämpfen, wenn es nötig sein muss, auch auf Leben und Tod. Dieser Bewusstseinswandel verlangt Kay alles ab. In ihr erwacht eine eiskalte Kriegerin, die mitleidslos auf den Gegner losgeht. Kay ist auf diese Fähigkeit angewiesen und doch gleichzeitig entsetzt von ihr. Sie möchte ihre Humanität, ihre Menschlichkeit, nicht verlieren und ist doch gezwungen, gegen ihre Überzeugung zu handeln.

Zum Vergleich habe ich zwei Beispiele für Arenenkämpfe rausgesucht:
Die Gladiatorenkämpfe im alten Rom und die Folge Tsunkatse aus Star Trek Voyager.

Im alten Rom gab es auch freiwillige Kämpfer und solche, die dazu gezwungen wurden. Den Kämpfen aus dem Centro entspricht am ehesten der Zweikampf, bei dem auch selten einer der Kämpfer zu Tode kam. Es ging darum, den Zuschauern ein technisch hochwertiges Kampfgeschehen zu liefern. Die freiwilligen Kämpfer verdingten sich für ein paar Jahre, im Ausgleich für Ruhm und Versorgung. Wie im Centro haben auch Frauen in der Arena gekämpft. Für die Sklaven galt eine Frist von drei Jahren - wer solange überlebte, hatte seine Freiheit wiedererrungen. Diese Informationen habe ich diesem Welt online Artikel entnommen.

Auch Star Trek behandelte das Thema "Zum Kämpfen gezwungen sein". Ein Klassiker ist die Folge Brot und Spiele, bei der Spock und McCoy gezwungen werden, zu kämpfen, während Kirk zusehen muss. Doch richtig in die Tiefe geht meiner Meinung nach die Folge Tsunkatse aus Star Trek Voyager. Seven und Tuvok werden gefangen genommen. Tuvok ist verletzt und nur, wenn Seven kämpft, wird er medizinisch versorgt werden. Anscheinend winkt kein Ruhm und keine Freilassung, dem Verlierer droht der Tod. Seven kämpft, doch wie Kay möchte auch sie nicht ihren dunklen Instinkten nachgeben. Am Ende der Episode kämpft sie mit Schuld, Scham und Reue. Wir erhalten tiefen Einblick in Sevens Seelenleben, während sie gezwungen wird, zu kämpfen und vielleicht auch zu töten.

Wichtig für Kay und auch Seven ist, dass sie in dieser Situation keine Wahl hatten. Neben der körperlichen Unversehrheit wurde auch ihre geistige Integrität verletzt, indem sie Dinge machen mussten, die sie nur schwer mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Es ist eine scheußliche Situation, die sie durchzustehen haben, und es erfordert einiges an Rückgrat, sich dieser zu stellen. Kay hat sich hier einiges an Strategie zurecht gelegt, welche, werdet ihr im Buch erfahren.


Blogtour

Übermorgen geht es bei Sandy weiter, die sich über Lydia und ihre Liebe zu Büchern Gedanken gemacht hat. Am 10.9 findet ihr dann auf meinem Blog die Rezension des Buchs.

Komplette Tour:

Kommentare:

  1. Hey,

    ich fand die Centro-Bücher wirklich klasse. Dein Beitrag ist super und beschreibt die Arenakämpfe wirklich klasse. Toller Beitrag!

    LG
    Tilly

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    1. Hallo Tilly,
      dein Lob freut mich. Ich bin schon auf Teil 2 u 3 gespannt!

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  2. Hallo meine Liebe <3 Ganz toller Beitrag, auch wenn ich diese Bücher nicht kenne! Du hast alles echt toll beschrieben, so dass ich mir gleich ein Bild davon machen konnte <3

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    1. Hallo Anja,
      vielen Dank! Das Buch, bzw. die Bücher, sind wirklich klasse!

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