Freitag, 13. Oktober 2017

[Leseaktion 2/4] Memory Game von Felicia Yap


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#memorygamelesen

Leseaktion zu MEMORY GAME

Thriller „MEMORY GAME – Erinnern ist tödlich“

In Claires Welt gibt es zwei Arten von Menschen: solche, die wie sie sind und sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können, und solche wie ihren Ehemann Mark, deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Claire hat nur eine Verbindung zu ihrer Vergangenheit: ihr Tagebuch. Was sie nicht rechtzeitig aufschreibt, geht für immer verloren.
Eines Morgens steht die Polizei vor Claires Tür. Die Leiche einer Frau wurde gefunden. Nach Aussage der Beamten war sie Marks Geliebte und er wird des Mordes verdächtigt. Sagt die Polizei die Wahrheit? Kann Claire ihrem Ehemann vertrauen? Und vor allem: Kann sie sich selbst vertrauen?
 
Die Aktion läuft vom 6. Oktober 2017 bis November 2017, vier Wochen lang. Jede Woche gibt es Fragen, die man beantworten kann und die dazu dienen, über das Buch und die Theorien zu diskutieren. Der Austausch findet auf Twitter unter dem Hashtag #memorygamelesen statt und auch hier auf meinem Blog werde ich die Fragen, meine Antworten und ggf. Theorien und Gedanken posten.

Meinen Post zum Teil 1 findet ihr hier.

Meine Eindrücke über Teil 2 [9.-16. Kapitel]

In Teil 2 wird peu á peu die Vergangenheit enthüllt. Es ist so zäh wie durch Gelatine schwimmen, aber verdeutlich gut die Probleme, die die Protagonisten mit ihrem eingeschränkten Gedächtnis haben.

Da gibt es einen Ordner von Mark, aus dem Claire Teile entwendet hat. Später erfahren wir, dass es genau der gleiche Zeitraum ist, in dem Seiten aus Claires eigenem Tagebuch fehlen. Es ist nicht klar, ob Claire selbst diese Seiten entfernt hat oder jemand anderes. Claire weiß es natürlich auch nicht. Sie ist verzweifelt, weil sie sich nicht an diesen Zeitraum erinnern kann. Aufgrund der Zeitungsausschnitte aus Marks Ordner wächst ein furchtbarer Verdacht in ihr: Ist ihr Noch-Ehemann nicht nur ein Betrüger, sondern auch ein Mörder?



Und nicht nur Claires Einschätzung von Mark wandelt sich in diesem Teil: War mir Sophia in Teil 1 noch recht vernünftig erschienen, wird nun deutlich, wie sehr sie von ihrer Rache besessen ist. Sie schläft mit Männern, um Informationen zu bekommen. Sie nimmt sich und ihre Geliebte heimlich beim Sex auf, um sie erpressen zu können. Sie macht einen wahnhaften Eindruck.

Unergründliche boshafte Bemerkungen, gepaart mit einer ordentlichen Portion Irrsinn, da kann selbst der abgebrühteste Bulle nicht widerstehen. [Hans über Sophias Tagebuch, S. 162]
Ihr Schriftsteller-Liebhaber hat über sie gesagt, sie sei "ziemlich aus dem Gleichgewicht" gewesen. Ihre Nachbarin fand sie "nett" und "bezaubernd". Und ihr Psychiater-Geliebter beschrieb sie nun als "lebendig" und "aufgeschlossen". [S. 193]

Die Fragen zu Teil 2 (13. Oktober bis 20. Oktober)

1) Stell dir vor, Du könntest Ereignisse aus Deiner Vergangenheit für immer vergessen, indem Du sie einfach aus Deinem iDiary löscht. Würdest Du davon Gebrauch machen?
Vergessen kann auch eine Gnade sein!
Ich selber bin von keinem Trauma betroffen, aber wäre ich es, dann würde ich sie von meinem iDiary löschen, oder modifizieren, so dass es weniger belastend ist. Wie oft belügen wir uns dann selber in unserer Erinnerung, erinnern uns anders an Erlebnisse und kommen damit besser klar? Das finde ich nur menschlich.
Letztendlich ist es eine philosophische Frage: Was macht mich als Mensch aus. Die Erfahrungen und Erlebnisse haben mich zu der Person gemacht, die ich bin. Habe ich das Recht - oder sogar die Pflicht - dieses Erleben zu einem gewissen Grad auch zu formen?

2) Die Protagonisten in Memory Game verlassen sich auf ihr iDiary, um sich zu erinnern. Hast Du das Gefühl, dass wir uns auch ohne Gedächtnisverlust viel zu sehr auf unsere Smartphones verlassen und uns weniger merken können, als früher?
Diesen Vergleich hab ich auch gezogen. Ein typischer Satz der Menschen in der Parallelwelt ist "wie in meinem Tagebuch steht ...". Dennoch sind diese Menschen ja bestrebt, Fakten auswendig zu lernen. Hier sehe ich den Unterschied zu unserer Welt. Wir speichern viel in unserem Smartphone - Bilder, Adressen, Memos - aber wir bemühen uns nicht so wie die Protagonisten, uns bestimmte Fakten zu merken, eben weil ja alles im Handy steht. In der Parallelwelt ist sich jeder seines schlechten Gedächtnisses bewusst und steuert mit dem Faktenlernen dagegen, der eine mehr, der andere weniger. Bei uns ist es genau andersrum, ich hab das Gefühl, dass die Leute denken, sie bräuchten selber nichts mehr zu wissen, weil ja alles im Handy ausgelagert ist. Doch wer wenig weiß, kann auch keine Vergleiche ziehen und nichts interpretieren. Wie Claire (schon in Teil 1) bemerkt: Sie kannte die Fakten ihrer Beziehung, aber sie interpretierte sie falsch.


Weitere Eindrücke



Nächste Woche gehts mit den Kapitel 17 bis 24 weiter.  Mehr Eindrücke findet ihr auf Twitter unter dem Hashtag #memorygamelesen und auf diesen Blogs, die mitmachen:

💭 bedeutet: der Blog hat seine Eindrücke als Blogpost veröffentlicht, der Link geht direkt auf diesen Beitrag

Leipziger Mama
Marie’s Salon du Livre 
Miss Norge`s Boker-Welt
tthink ttwice
About Books – Lilstar.de
Herzensbücher Blog
Kerstins Kartenwerkstatt
Ricas fantastische Bücherwelt
Mareike Unfabulous
Reading Books
Manus Bücherregal
Lesepanda
Mausis Leselust
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The Empire of me
Sannys Buchwelten
Two for Books
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