Mittwoch, 28. Oktober 2020

[Rezension] Escape Book: Rätsel um Leonardo


Schon lange wollte ich einmal ein Abenteuer in einen Escape Room erleben, doch irgendwie hat es bisher nicht geklappt. Für die, die das Konzept noch nicht kennen: Bei diesem Spiel lässt man sich in einen Raum einsperren und hat 60 Minuten Zeit um diverse Rätsel zu lösen und aus dem Raum zu "entkommen". Da kam mir die Anfrage gerade recht, ob ich das neue Escape Book rezensieren will. 


Ein Escape Book ist sozusagen die literarische Form eines Escape Room. Es müssen verschiedene Rätsel im Verlauf eines Abenteuers gelöst werden. 

Dienstag, 27. Oktober 2020

[Rezension] Zimmer 311 von Valerie Wilson Wesley

 


Ein  neuer Fall für die afroamerikanische Privatdetektivin Tamara Hayle. Tatsächlich ist es der letzte Fall in einer Serie von 8 Büchern, allerdings lässt es sich auch allein stehend lesen.

Eine alte Bekannte taucht auf, Lilah Love. Um ihr Baby ist ein Streit entbrannt. Der vermögende Großvater des Mädchens möchte es aufziehen; dafür Lilah sogar auszahlen. Auch Lilahs kleine Schwester will das Baby haben.
 

Tamara Hayle ist eine sympathische Heldin. Oder eher ganz alltäglich, eine alleinerziehende Mutter eines Teenagers, Freundin einer Schönheitssalon-Besitzerin, Liebhaberin - und Privatdetektivin. 

Ich hab schon einige Fälle von ihr gelesen und mich immer gut unterhalten, so auch hier. Kurzweilig, spannend und sehr menschlich.


Lesen oder nicht?


  ⭐⭐⭐⭐⭐



Montag, 26. Oktober 2020

[Rezension] Befreit - Die Heimkehr der Sklavin von Mende Nazer und Damien Lewis

Mende ist im Sudan in den Nubabergen aufgewachsen, in einer liebevollen Familie. Mit ungefähr 12 Jahren wurde ihr Heimatdorf überfallen. Mende wurde entführt und zu einer reichen Familie nach Khartoum gebracht, wo sie gut 10 Jahre lang als Sklavin gehalten wurde. Als ihre Besitzer sie zu Verwandten nach London schickten, gelang ihr die Flucht. Sie beantragte Asyl und erhielt nach einigen Jahren die britische Staatsbürgerschaft. Erst jetzt, mit Ende 20, konnte sie daran denken, ihre Familie wiederzusehen. 

Und davon handelt dieses Buch. (Es gibt ein Vorgängerbuch, in dem Mende von ihrer Zeit als Sklavin berichtet.) Mende berichtet von den Vorbereitungen auf die Reise und dann von den Tagen mit ihrer Familie. Damien Lewis ist ein Freund, der auch bei der Reise dabei war und der Mendes Worten eine Schriftform gibt. 

Freitag, 9. Oktober 2020

[Rezension] Das perfekte Leben meiner Schwester von Sophie Edenberg

 


 "Als die neunzehnjährige Emma herausfindet, dass sie adoptiert wurde und in Wahrheit die uneheliche Tochter des vermögenden Wieners Ferdinand Lauderthal ist, regen sich Hoffnung und Zuversicht in ihr. Endlich sieht sie einen Ausweg aus ihrem unglücklichen Leben. Doch ihre Erwartungen werden enttäuscht. Während ihre gleichaltrige Halbschwester Céline das Leben ihrer Träume führt, will ihr Vater nichts von ihr wissen. Voller Eifersucht beschließt Emma, die beiden büßen zu lassen. Als vermeintliche Studienkollegin von Céline dringt sie in deren Leben ein und stellt dieses gehörig auf den Kopf.

Doch schon bald muss Emma feststellen, dass nichts ist, wie es zunächst den Anschein hatte und sie sich in ihrer Halbschwester getäuscht hat. Hin und hergerissen zwischen ihrer wachsenden Zuneigung zu Céline und ihren Rachefantasien wird sie in einen Strudel aus Familienintrigen verstrickt, die ihr Verständnis von Gerechtigkeit auf eine harte Probe stellen. Denn alles im Leben hat seinen Preis ...


Dieser Roman enthält Szenen, die für sensible Menschen belastend sein könnten."


Samstag, 3. Oktober 2020

[Rezension] Unter dem Herzen - Ansichten einer neugeborenen Mutter von Ildikó von Kürthy

 


Als sie schon nicht mehr daran glaubte, ist die 38-jährige Autorin endlich schwanger. Und erlebt mit ihrem "Schlomo", so der Arbeitstitel des Babys, die Höhen und Tiefen der Schwangerschaft und das erste Jahr. Die Erlebnisse sind autobiographisch, das macht dieses Tagebuch so besonders. 

Von Kürthy schreibt so herzerwärmend ehrlich und lustig, dass ich nur so durch dieses Buch geflogen bin. Und ich hab mich an so vielen Stellen wiedererkannt, bzw. einiges war genauso wie bei mir. Beispielsweise dass zunächst alle von einem Mädchen ausgingen. "Scheiße", sagte die Autorin nur also der Frauenarzt dann feststellte, dass sie einen Jungen erwartete. So krass war es bei mir nicht, ich hab nur einen Lachanfall bekommen. Und dann das Gefühl der Autorin, dass es einfach perfekt ist, einen Jungen zu bekommen - genauer gesagt: diesen Jungen!  


Gerade auch die besonderen Herausforderungen einer späten Mutterschaft und die große Unsicherheit, die man dabei spürt, greift die Autorin gut auf. Am liebsten würde sie jeden Tag einen Ultraschall haben und gucken, wie es dem Baby geht.

 

Zwei sachliche Anmerkungen habe ich noch zu Stellen, die so nicht ganz korrekt sind: 

(1) Der Sex-Termin ist nicht unbedingt der Zeugungstermin (S. 19). Die Eizelle hält sich 24 h, die Spermien bis 5 Tage. Das heißt, dass die Spermien die Eizelle auch erst 5 Tage nach dem Sex befruchtet haben können. 

(2) Bauch-US in der 7. SSW (S. 36): In der 7. SSW wird man eher vaginal geschallt


Alles in allem ein Bauch, bei dem ich sehr lachen konnte und das mich gut unterhalten hat. Ich möchte auch die tollen farbigen Zeichnungen im Buch erwähnen, die die einzelnen Geschichten abrunden.



Lesen oder nicht?


Sehr sehr lustig, unterhaltsam und wahr. ⭐⭐⭐⭐⭐



Bibliographische Informationen

Unter dem Herzen
Ansichten einer neugeborenen Mutter
Ildikó von Kürthy
mit Zeichnungen von Stefan Werthmüller
ISBN 978-3-499-63001-9
rororo / Rowohlt Taschenbuch Verlag
2013, 2. Auflage Mai 2016
300 Seiten

Danke, @ Juli.liebt.kaffee
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