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Sonntag, 29. März 2020

[Rezension] Der Mann meines Bruders #1 - Die Invasion des Fremden von Gengoroh Tagame

Mike, Kana und Yaichi vor einem Tempel - Titelfoto
Mike, Kana und Yaichi

Der Comic "Der Mann meines Bruders" hat mich umgehauen und komplett überzeugt.

Yaichi ist alleinerziehender Papa der sehr süßen Kana. Sie leben von der Vermietung einiger Wohnungen, Yaichi kümmert sich um den Haushalt und Kana. Ihr Leben wird auf dem Kopf gestellt als plötzlich der hünenhafte Mike vor der Tür steht und sich als Mann von Yaichis verstorbenem Zwillingsbruder Ryoji vorstellt.

"Was?" schreit Kana, "Papa hatte einen Zwillingsbruder? Warum weiß ich darüber nichts? Und er hat einen Mann geheiratet, ja, geht das überhaupt?" Ja, Kana, das geht, aber Yaichi fällt diese ganze Sache mit der Homosexualität seines Bruders auch sehr schwer.

Wie sich Mike, Yaichi und Kana aneinander gewöhnen und über den toten Ryoji emotional näherkommen, dass ist das Thema dieses ersten Bandes.

Mittwoch, 24. Juli 2019

[Rezension] Die vollständige Maus von Art Spiegelmann

Maus

In "Maus" verarbeitet Art Spiegelmann die Geschichte seines Vaters Wladek. Wladek Spiegelmann lebte in Polen, war Jude, besaß eine Fabrik. Als die Nazis das Land besetzten und in verschiedene Zonen aufteilten, begann für die Familien Spiegelmann und für die Familie seiner Frau Anja das Unglück. Entrechtung, Ghetto, Deportation ... schrittweise kommt das Grauen über die polnischen Juden.
Wladek ist ein Überlebender von Auschwitz. Viele andere hatten dieses Glück nicht.

Für seinen Sohn ist dieser sehr persönliche Comic auch ein Versuch, seinen Vater zu verstehen. Denn der ist ein schwieriger Charakter, extrem geizig, umständlich, streitsüchtig mit seiner zweiten Ehefrau. Hat das Trauma Auschwitz ihn so werden lassen? Art kennt viele Auschwitz-Überlebende, die Freunde seiner Eltern, aber sein Vater, so findet er, ist schon ein besonders hartnäckiger Fall.



Wobei ich den Vater zwar etwas schwierig fand, das Zusammenleben mit ihm ist beileibe nicht einfach, aber dennoch war er mir in seiner Schwierigkeit sympathisch. Und immerhin erinnert er sich seinem Sohn zuliebe wieder an Auschwitz und die NS-Zeit und den Krieg, denn lieber wäre es ihm gewesen, er könnte alles vergessen.

Dienstag, 11. Juni 2019

[Rezension] Spock von Tipton, Tipton, Messina und Manfredi

Spock

Spock reist von Romulus zur Erde und erinnert sich unterwegs an wichtige Stationen seines Lebens.

Persönlicher Eindruck


Das Autorenvierergespann zeichnet Spock hier als einsamen Wolf. Als Halbvulkanier, der als Vulkanier lebt aber sich dennoch unter ihnen nie ganz zugehörig fühlt. Der Freundschaft findet unter seinen Kameraden auf der Enterprise und von ihrer Unlogik lernt. Und der schließlich eine neue Heimat findet als Lehrer auf Romulus. Es sind Ereignisse dabei, die in den Filmen angedeutet wurden, aber auch gänzlich neue, die sich aber hervorragend in das Gesamtkonzept einbetten. Dennoch braucht man Vorwissen über Spock, um alles gut interpretiere zu können.

Donnerstag, 16. Mai 2019

[Rezension] Der erste Kaiser von Uen Chen

der erste Kaiser, Buchvogel liest
Buchvogel im Café
Ein Comic des taiwanesischen Künstlers Uen Chen über einen historischen Stoff: China im Zeitalter der streitenden Reiche. Wie kam es zur Vereinigung der Königreiche? Der Comic berichtet aus der Sicht des Herrschers  Qin Shihuang. Er war der Reichseiniger und der erste Kaiser von China. Vereint hatte er das Land durch blutige Eroberungen.

In dem vorliegenden Band schildert Chen Uen im ersten Teil die Beziehung und Freundschaft Ying Zhengs zum Staatsphilosophen Han Feizi. Im zweiten Teil trifft Ying Zheng bei seinen Eroberungsbestrebungen auf den starken Widerstand des Generals Li Mu des Staates Zhao. Li Mu wird zum wichtigsten Gegenspieler und Kontrahenten von Ying Zheng und seinen Ambitionen. Zwischen den beiden wird sich ein dramatischer Showdown entwickeln, von dessen Ausgang über die weitere Zukunft Chinas entschieden wird.

Mittwoch, 27. Februar 2019

[Rezension] Star Trek / Planet der Affen von Tipton, Tipton, Stott und Kirchoff

Star Trek - Planet der Affen

Zwei Science-Fiction-Serien treffen aufeinander. Die originale Enterprise-Besatzung reist durch ein geheimnisvolles Portal in ein Paralleluniversum. Hier mischen sich die Klingonen in die Entwicklung des Planeten der Affen ein; bewaffnen eine Seite und wollen so ihre Einflußsphäre erweitern.

Persönlicher Eindruck


Kirk, Spock und seine Besatzung treffen auf den Planeten der Affen. Dieses Cross-Over funktioniert wunderbar. Der Planet der Affen ist in einer Parallelwelt, in der die Erde eben eine abweichende Entwicklung nahme. Die Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans scheinen auch nicht exotischer als Klingonen oder Vulkanier. Für mich hat diese Geschichte Potential für mehr, es wirft wirklich das Kopfkino an.

In fünf Kapiteln, das entspricht den ursprünglichen fünf Einzelbänden, wird die Geschichte erzählt. Die Enterprise merkt, dass die Klingonen irgendetwas im Schilde führen, folgen ihnen zu einem Portal - und schließlich hindurch, entdecken dort den Affenplaneten und decken die Pläne der Klingonen auf. Das alles wird eher behutsam erzählt, keine wilden Actionszenen und eine angemessene Plotlänge. (Mir ist es generell etwas zu wenig Geschichte, wobei man fairerweise sagen muss, dass in einen Comic/Graphic Novel eben nicht mehr reinpaßt. Das Genre gefällt mir, aber ich werde es wohl eher selten konsumieren.)

Sonntag, 14. Januar 2018

[Blogaktion] Leseempfehlung Winter 2017: Die Bibel-Trilogie von Ralf König

Banner der Aktion
Lesetipps für den Winter



Tanja und Leni haben die Aktion „Blogger stellen dir ihr Lieblingsbuch vor"-Aktion gestartet, jetzt mit den Empfehlungen für den Winter. Auch ich nehme wieder teil. Diesmal empfehle ich euch Comics. Als ich mir überlegt habe, welches Buch ich momentan lesen wollen würde, ist mir spontan die Bibel-Trilogie von Ralf König in den Sinn gekommen. Sie paßt für mich gut in den Winter, weil sie einerseits philosophisch-nachdenklich ist und andererseits lustig.

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