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Montag, 3. August 2020

[Rezension] Helle Tage, helle Nächte von Hiltrud Baier


Anna Albinger hat Krebs. Sie beschließt, ihre Lebenslüge nicht mehr länger aufrechtzuerhalten und schreibt zwei Briefe. Damit schickt sie ihre Großnichte Frederike, ihre Ziehtochter, los nach Lappland. Fredrike soll den Brief dort einen gewissen Petter übergeben.


"Helle Tage, helle Nächte" ist eine berührende Familiengeschichte. Sie spielt in Schwaben, am Albrand, mit Blick auf den Hohenneufen und in Lappland, ganz im Norden, in der Nähe von Jokkmokk. Schon diese Orte haben für mich etwas besonderes, dann den Albtrauf kenne ich und Lappland auch, wenn ich auch nicht ganz so weit oben war. Aber es ist ein Traumziel.

Freitag, 26. Juni 2020

[Rezension] Die Lügenhaus-Reihe von Anne B. Ragde

Lügen über Lügen im Lügenhaus.


Heute möchte ich euch eine komplette Reihe vorstellen. Vor langer Zeit hatte ich bereits den ersten Band, Lügenhaus, vorgestellt, und in den letzten Tagen hatte ich dann die restlichen Bände verschlungen.

Schauplatz und Protagonisten


Die Lügenhaus-Bände sind eine Familiensaga, es geht um die Familie Neshov. Im ersten Band treffen sich alle auf dem alten Bauernhof in Nord-Norwegen, weil Anna, die Mutter der Familie, gestorben ist. Jahrelang haben sich die Mitglieder Familie nicht mehr gesehen und dann kommen alte Familiengeheimnisse ans Tageslicht.

Montag, 12. August 2019

[Rezension] Mehr als die Erinnerung von Melanie Metzenthin

Print-Ausgabe


Der Roman spielt in den 1920er Jahren auf dem Gut Mohlenberg. Das ist eine Einrichtung für geistig behinderte und psychisch kranke Menschen. Oder, wie es im damaligen Sprachgebrauch heißt: Irre und Blöde. Die Auffassung, wie man mit geistig Behinderten umgehen soll, geht damals auseinander. Der Ansatz von Gut Mohlenberg ist ein zutiefst humaner. Die Menschen sollen befähigt werden, Dinge selbst oder unter liebevoller Anleitung zu tun. So arbeiten die Bewohner des Gutes z.B. als Pferdepfleger oder in der Wäscherei. Darunter auch Bernhard von Aalen, der Ehemann der Fast-Medizinerin Friederike von Aalen. Eine Explosion verletzte Bernhard schwer, er ist geistig auf dem Stand eines Kindes, ist vergeßlich geworden und oft hat er keine Worte, um sich auszudrücken.

Ein anderer Ansatz wird im Buch auch beschrieben; er sieht die Menschen nur als Fälle und Symptome und es gibt ruppige Methoden wie die Kälteschocktherapie. Selbstredend haben weder die Patienten noch die Angehörigen ein Mitsprache- oder Auskunftsrecht.

Dienstag, 15. Januar 2019

[Rezension] Kain und Abel von Jeffrey Archer

Kain und Abel - Hörbuch
Licht und Schatten

Sie sind am selben Tag geboren, doch in völlig anderen Umgebungen: William ist der Sohn eines einflußreichen Bankiers in den USA, Abel der uneheliche Sohn eines Barons in Polen. Die USA - und mit ihnen die Kanes - prosperieren, während Polen besetzt wird und Abel übel mitgespielt wird.

Dennoch machen beide in Amerika Karriere - William in der Bank, Abel im Hotelwesen. Sie könnten Freunde sein, doch sie werden Feinde und tragen jahrelang eine schlimme Fehde aus.


Persönlicher Eindruck



Kain und Abel ist die Geschichte zweier Männer. Am gleichen Tag geboren ist ihr Start doch sehr unterschiedlich. William Kane wird in Amerika in eine reiche Familie hineingeboren. Schon früh zeigt sich sein Talent für das Rechnen und für gute Geschäfte. Ihm wird die beste Ausbildung zuteil und William selber hat einen großen Ehrgeiz. Lernfreudig ist auch Wladek, doch er hat einen nicht ganz so guten Start erwischt. Seine Mutter stirbt bei der Geburt allein in einem polnischen Wald, die Frau des Wildhüters zieht ihn auf. Der Baron zieht ihn später zusammen mit seinem eigenen Sohn auf; doch als Polen besetzt wird, verliert Wladek nicht nur seine Ziehmutter Florentina, sondern auch seinen Halbbruder und den Baron. Nach jahrelanger Gefangenschaft wird er in ein russisches Arbeitslager verbracht, aus dem er aber fliehen kann.

Erst bei der Ankunft ändert Wladek seinen Namen in Abel Rosnowski - nun haben wir das Gespann "Kain und Abel" aus dem Titel zusammen.

Dienstag, 31. Juli 2018

[Rezension] Das Lügenhaus von Anne B. Ragde

Das Cover zeigt ein Taubenhäuschen
Lügen in der norwegischen Idylle

Das Lügenhaus
Band 1 von 4
(Einsiedlerkrebse, Hitzewelle, Sonntags in Trondheim)
Autor: Anne B. Ragde
Buch erschienen im btb-Verlag, August 2017
522 Seiten
Familiensaga, Gegenwartsroman
ISBN: 978-3442715701
Affiliate Link zu Amazon
Originaltitel: Berlinerpoplene
Originalsprache: Norwegisch
Übersetzer: Gabriele Haefs

Woher: Rezensionsexemplar des Bloggerportals, dem ich herzlich für das Vertrauen danke


So fängt es an


Als an einem Sonntagabend um halb elf das Telefon schellte, wusste er natürlich, was los war.

Zusammenfassung


Eine Familie voller Lügen und Geheimnisse

Die drei Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein.
Der Älteste ist Tor. Er ist bei den Eltern geblieben, hat den Hof übernommen und widmet sein Leben der Schweinezucht. Der Mittlere, Margido, führt ein Bestattungsunternehmen und war einst ein tiefgläubiger Mensch. Und der Jüngste, Eldred. Er ist nach Kopenhagen gezogen, arbeitet dort als Schaufensterdekorateur und lebt in einer langjährigen Beziehung mit Carl "Krumme", der Liebe seines Lebens.
Ewig haben sie sich nicht gesehen. Doch die Mutter hatte einen Schlaganfall, liegt auf der Intensivstation und es sieht nicht gut aus. Da telefoniert Tor die Brüder zusammen - und auch seine uneheliche Tochter Torunn, von der manche Familienmitglieder gar nichts wissen.

Folgende Fragen werden aufgeworfen: Was ist Familie? Was bedeutet sie? Ist Blut dicker als Wasser?
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