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Sonntag, 6. Oktober 2019

[Kunst&Kultur] Die siebente Saite

DVD vor Cello
Der Film feiert die Gambe - der Nachfolger ist das Cello


Leise und melancholisch erzählt der Film die Geschichte von Sainte-Colombe und seinem Schüler Marin Marais: Eine Hommage an die Gambe und die Barockmusik

Frankreich im 17. Jhdt. Die geliebte Frau von Sainte-Colombe stirbt, er wird darüber nie hinwegkommen und immer um sie trauern. Seine zwei Töchter zieht der wortkarge Mann alleine groß und unterricht sie im Gambenspiel. In einer Gartenhütte verbringt er den Großteil des Tages und komponiert Stücke voller Sehnsucht und musikalischer Tiefe.

Sainte-Colombe ist eine historische Figur, es gab ihn wirklich und wie im Film dargestellt, hat er der Gambe eine siebente Saite hinzugefügt, um dunklere Töne auf dem Instrument zu erhalten, eine neue Bogenhaltetechnik entwickelt und Stücke komponiert. Er gehörte aber nie zu den Musikern am Hofe, hat sich von dort ferngehalten und sein eigenes Ding durchgezogen. Er galt als einer der begnadetsten Gambenspieler.

Eines Tages taucht der 17-jährige Marin Marais in der ländlichen Abgeschiedenheit auf und wird der Schüler von Sainte-Colombe. Er entscheidet sich allerdings für eine Karriere am Hofe Ludwigs XIV, was zu einem Bruch zwischen Sainte-Colombe und Marais führt.

Freitag, 2. August 2019

[Kunst&Kultur] Beethoven: Sinfonien & Ouvertüren von Anima Eterna


Beethoven von Anima Eterna
Bratsche und Beethoven



Auf insgesamt sechs CDs findet der Hörer hier alle Sinfonien von Beethoven und einige seiner Ouvertüren. Nun sind Einspielungen von Beethoven wie Sand am Meer zu finden (zu Recht), dieses hier aber sticht aus der Masse hervor, weshalb ich es euch vorstellen möchte.


Das Orchester und sein Dirigent haben sich Beethovens Werk mit der Frage genähert, wie es original klang. Sie spielen auf Originalinstrumenten und in Originalbesetzung, und die Interpretation ist viel kraftvoller und auch etwas schneller.








Dienstag, 9. Juli 2019

[Kunst&Kultur] Shakespeares wilde Weiber: Sommernachtstheater in Bad Herrenalb

Das Sommernachtstheater - aus der Not eine Tugend gemacht


Seit 20 Jahren gibt es schon das alljährliche Sommernachtstheater in Bad Herrenalb und ich habe es schon oft besucht, seit ich in der Stadt wohne. Es findet im Wechsel im Klosterviertel oder auf der Schweizerwiese statt. Dieses Jahr wurde die Zuschauertribüne wieder im Klosterviertel auf der Wiese neben dem Paradies, also der Klosterruine, aufgebaut, die Bühne umrahmt von den großen Bäumen. Ein stimmungsvoller Ort. Gottseidank hatten wir dieses Jahr Glück mit dem Wetter, kein Wolkenbruch oder so und noch gegen 22 Uhr war es ausreichend warm. Bei einer Freilichtbühne ist das Wetter ja ein entscheidender Faktor, wir hatten auch schon Vorstellungen, die abgebrochen werden mussten.

Lustig war es vorher und währenddessen, ich war in einer netten Damenrunde mit Mutter, Tante, Großcousine, Großtante etc. Eine von uns ist sogar extra aus Hessen für diese Vorstellung angereist. Und wir alle waren begeistert, wirklich begeistert. Es wurde aus dem Publikum auch lautstark nach einer Zugabe verlangt. Man stelle sich das mal vor: Eine Zugabe in einem Theaterstück! Seht das hier:

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