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Sonntag, 19. April 2020
[Rezension] Daniel is different von Wesley King
Daniel ist anders als andere Kinder. Vielleicht ist er verrückt, so denkt er selber. Aber seine Zaps und die Black-Outs, die manchmal über ihn kommen, konnte er bisher gut vor den anderen verbergen. Vor seinen Eltern, dem großen Bruder und der kleinen nerdigen Schwester, vor seinem besten Freund und vor seinem großen Schwarm Raya. Doch eine scheint ihn zu durchschauen: Sara, die mit niemanden spricht und eine Schulbegleitung braucht. Als sie Daniel plötzlich anspricht, wird er von ihr in eine spannende Geschichte verwickelt.
Samstag, 22. Juni 2019
[Rezension] Der Zahlendieb: Mein Leben mit Zwangsstörungen von Oliver Sechting
Oliver Sechting ist Sozialpädagoge, etwas über 40 Jahre alt, in Göttingen aufgewachsen und seit gut zehn Jahren der Lebensgefährte von Rosa von Praunheim. In seiner Autobiografie erzählt er von sich und seinen Zwängen. Wie alles in der Kindheit begann; eine gutbürgerliche Kindheit in der die Farben Beige und Grün vorherrschten. Das Fugentreten war der harmlose Einstieg in eine Zwangskarriere. Eventuell haben der frühe Verlust des Vaters und seine Homosexualität und die damit verbundene Geheimhaltung damit zu tun oder sie begünstigt.
Zitat: Die Erkenntnis, dass die Zwänge kein Defizit, sondern eine Erkrankung darstellen und helfen, verschiedene Ängste zu regulieren, entlastet den Autor. Er sucht sich professionelle Hilfe, erlebt ein erfolgreiches Coming-out und entwickelt Bewältigungsstrategien, um trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben anzustreben. Das Buch entstand unter Mitarbeit von Karen-Susan Fessel. (Klappentext)
Persönlicher Eindruck
Diese Autobiografie, die man so gut auch mit dem Titel "Mein Zwang und ich" überschreiben kann, hat mich gefesselt, entsetzt, bewegt und mir Mut gegeben. Oliver Sechting ist seit seiner Kindheit von Zwängen eingeengt. Denn das ist diese Erkrankung, sie engt ein und führt zu Leidungsdruck. Oliver Sechting leidet an Gedankenzwängen und zwar genauer gesagt unter magischen Gedanken. Das heißt, dass er gedankliche oder konkrete Rituale durchführen muss, um negative Assoziationen zu neutralisieren. So steht die Zahl 58 für etwas negatives. Wenn er ihr begegnet, sie z.B. irgendwo sieht, dann muss er die Zahl 7 dagegenhalten, sie ebenfalls sehen, aussprechen oder aufmalen.
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