Ásgeirr (sprich: Aus-girr) ist ein Erzengel. Er ist dafür verantwortlich, verstorbene Kinder zu Gott zu führen. Darin ist er gut, nicht eines ist ihm in seinem langen Dienst abhanden gekommen. Doch die Schicksale und die unerfüllten Zukunfte seiner Schützlinge gehen ihm langsam an die Substanz. Doch Gott will er mit sowas wie Burn-Out und einer Auszeit nicht kommen.
Sein neuer Schützling ist Zarah. 17, Hirntumor, Herzstillstand. Zarah ist unbeugsam, unkonventionell, launisch - und glaubt nicht daran, dass sie wirklich tod ist. Sie erbittet sich eine kleine Auszeit, die ihr Ásgeirr erschöpft zugesteht.
Beide landen auf einer seltsamen kleinen Welt mit einem Luftschloss, dass seine ganz eigenen Gesetze hat.
Persönlicher Eindruck
Bei Amazon läuft die Geschichte unter "Philosophie - Metaphysik" sowie "Unterhaltungsliteratur - Biographische Romane". Tatsächlich lässt sich das Genre schlecht fassen. Es ist fantastische Literatur, aber keine reine Fantasy, denn es geht um Engel, um Gott und um unser Schicksal. Auch das mag ausgedacht sein, aber es basiert auf unser christlichen Religion; und diese ist für gewöhnlich nicht Bestandteil von Fantasy. Religiöse Unterhaltungsliteratur, als solche würd ich dieses Genre belabeln.
Mein Fazit des Buchs fällt gemischt aus. Ich mochte den Engel Ásgeirr und die Welt, die Handlung gefiel mir im Großen und Ganzen. Aber den Dialogstil mochte ich gar nicht und ich konnte mit vielen "metaphysischen inneren Dialogen" auch inhaltlich nichts anfangen.



